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Pianissimo: Das ist mir wuppe

Früher mussten Menschen bisweilen eine Aufgabe bewältigen. Doch diese anstrengenden Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Denn heute müssen sie nur noch etwas wuppen. Und das wirkt wesentlich lustiger.

Schließlich klingt „Wuppen“ ähnlich wie „Wippen“ – das weckt Erinnerungen an Kinderspielplätze und passt daher auch perfekt für die Bereiche höheres Management und Politik. Kein Wunder also, dass etwa SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel zur hessischen Landtagswahl sagte: „Wir können das wuppen.“ Denn „schaffen“ klänge schon gefährlich nach Arbeit.

Während bei einer Wahl aber ein Sieg erkennbar wäre, stellt sich in anderen Bereichen die Frage: Woran erkennt man, dass das Wuppen erfolgreich gewuppt ist? Müssen Experten aus dem offenbar sehr erfahrenen Wuppertal zu Rate gezogen werden? Denn dort hat es die Stadt sogar gewuppt, über die Wupper zu gehen. Na gut,, „über die Wupper gehen“ heißt normalerweise „sterben“ oder „verloren gehen“. Aber vielleicht ist „Wuppen“ dafür die moderne Abkürzung – und deswegen bewusst mehrdeutig. Wer also Wupp-Erfolge ankündigt, aber dann doch scheitert, kann hinterher gleichgültig sagen: „Das ist mir wuppe.“

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