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Pianissimo: Die liebsten Tränen

Immer wieder zur Fußball-Weltmeisterschaft und diesmal mit besonderer Brisanz stellt sich die Frage: Wann weinen die Deutschen? Das liegt auch an der Jahreszeit. Kann diese Frage doch erst eindeutig geklärt werden, wenn die schlimmste Heuschnupfen-Phase vorbei ist, der keiner eine Träne nachweint.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler

Dass das Ausscheiden der Nationalmannschaft bei den Männern ganz oben auf der Skala der emotionalen Tränenanlässe steht, muss da nicht einmal erwähnt werden. Gilt doch die WM unter Expertinnen als eine Art männlicher Zyklus, bei dem im vierjährigen Rhythmus extreme Stimmungsschwankungen zu verzeichnen sind. Das ist von außen schwer nachvollziehbar, hat aber offenbar etwas mit den runden Lederhormonen zu tun.

Frauen dagegen vergießen am liebsten Tränen über einen gefühlvollen Film, so eine YouGov-Umfrage. 72 Prozent sind ganz nah am Wasser gebaut, wenn dort unrealistische Szenen gezeigt werden. Werden doch von der Tränendrüsendrück-Industrie tatsächlich Filme gedreht, in denen Männer Frauen so große Gefühle entgegenbringen wie einem Endspiel. Aber möglicherweise geht es gar nicht darum. Sondern manche Frauen weinen vielleicht deswegen vor Rührung, weil endlich mal etwas anderes läuft als Fußball.

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