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Dieb wider Willen

Zerstreute Menschen haben es schwer. So wissen sie oft nicht nur, wo sie ihre eigenen Sachen gelassen haben. Sie wissen auch nicht mehr, wie andere in ihren Besitz gekommen sind.

Zwar können sie sich noch grob erinnern, dass ihnen irgendjemand diesen tollen Südengland-Reiseführer geliehen hatte. Wissen aber nicht mehr, wer es war. Deswegen können sie ihn auch nicht zurückgeben. Und den gesamten Freundes- und Bekanntenkreis per Rundmail zu fragen, ist peinlich. Zumal sie dann im E-Mail-Verteiler bestimmt wieder jemanden vergessen.

Zwar ist die Kombination von Ausleihen und Vergessen streng genommen kein Diebstahl. Dafür fehlt ja der böse Vorsatz. Und den gab es, so weit sich die meisten erinnern können, gar nicht. Das Ergebnis ist aber erschreckend ähnlich, zumindest für den ursprünglichen Besitzer. Und so bleibt dem Dieb wider Willen nur eine Hoffnung: Dass der Ausleihende die Übergabe des Reiseführers genauso vergessen hat wie er selbst.

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