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Kolumne: Einfacher Beipackzettel

Sprache ist schwer. Na gut, dieser Satz sagt nichts aus, ist falsch und möglicherweise sinnlos. Folgt aber dafür einem wichtigen Trend: dem zu einfacher Sprache.

So veröffentlicht die „tageszeitung“ (taz) in der kommenden Woche wieder Texte in Leichter Sprache. Diese verzichten dann auf Nebensätze, Konjunktive und Fremdwörter. Dafür gibt es: mehr Doppelpunkte: Denn alles andere bedeutet heute offenbar schon eine Überforderung – an dieser Stelle hätte früher ein Nebensatz gestanden oder ein fremdwortlastiger Witz mit „Lesen light“. Geht nun nicht mehr. Nur die schlichte Anmerkung: Die Leichte Sprache wäre noch wichtiger beim Beipackzettel.

Den nämlich versteht jeder Fünfte nicht und ignoriert ihn deshalb, ergab eine Umfrage des „Hausarzt-Patientenmagazins.“ Häufigste Kritik: Der Zettel enthält zu viel Text und zu viele Fremdwörter. Dabei ließe sich doch – Verzeihung: lässt – die Leichte Sprache hier besonders einfach umsetzen. Und ein einfacher universaler Beipackzettel gilt dann sogar für alle Arzneien: „Dieses Medikament kann Ihnen helfen oder noch mehr schaden. Möglicherweise aber auch nichts von beidem.“

(rolfs)

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