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Erholung futsch

Urlaub ist schön, aber sinnlos. Zumindest lässt sich dieser Schluss aus einer Forsa-Umfrage ziehen. Denn die Erholung, die manche sich von ihren Ferienwochen erhoffen, ist gleich danach wieder futsch.

Jeder Zweite jedenfalls fühlt sich nach seinem Jahresurlaub demnach nur ein paar Tage entspannt, bevor ihn der Alltagsstress wieder im Griff hat. Und bei neun Prozent ist das sogar unmittelbar nach der Rückkehr der Fall.

Da wäre es vielleicht besser, so mag man folgern, wenn der Arbeitnehmer niemals Abstand vom Alltagsstress hat und irgendwann final vom Schreibtischstuhl fällt. Dann kann er die Erholung, die er gar nicht kennt, vorher auch nicht vermissen. Und die gefährlichen Tage vor der totalen Wiedereingewöhnung werden ebenfalls vermieden, regt sich doch in ihnen bisweilen der Gedanke: Mein Leben könnte auch ganz anders aussehen.

Viele haben jedoch einen anderen Weg gefunden: Sie integrieren den Stress bereits in die Erholung. Wer nämlich am Urlaubsort die ganze Zeit aktiv ist, ist laut Umfrage hinterher länger entspannt als ein reiner Faulenzurlauber. Und mit etwas Geschick, Familienstreit und langer Autofahrt sind seine Ferien dann vielleicht sogar so stressig, dass er sich hinterher bei der Arbeit ganz lange davon erholen kann.

(rolfs)

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