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Pianissimo: Fensterputzen

Der Frühling lässt im Menschen seltsame Triebe erwachen. Oft ist dieser sich bewusst, dass diese zu gar nichts führen. Dass, wenn er sie auslebt, hinterher alles schlimmer ist als vorher. Doch dann putzt er trotzdem Fenster.

Denn trotz aller gegenteiligen Erfahrungen glaubt er bisweilen, dann besser durch die Scheibe und somit auf den Frühling blicken zu können. Das muss allerdings nicht stimmen.

Während nämlich vorher der Dreck einen unauffälligen und harmonisch abgedimmten Grauschleier über die Außenwelt legte, bringt das Putzen plötzlich seltsame Wasser- und Wischmuster auf die Scheibe. Und auch wenn er Spiritus ins Wischwasser tut, die Scheibe mit einer Zeitung abreibt oder anderen guten Tipps folgt: Irgendetwas bleibt zurück. Und das wird umso deutlicher, je mehr Sonne durchscheint.

Natürlich bedeutet das nicht, dass das Fensterputzen wirkungslos bleibt. Der Mensch sieht hinterher tatsächlich mehr. Allerdings nicht mehr vom Frühling draußen. Sondern mehr Schlieren auf seiner Scheibe.

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