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Pianissimo: Geschlechterin

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Überall wird abgekürzt? Nein, nicht überall. Möchten doch einige hinter jeden Bürger-Plural noch ein „und Bürgerinnen“ anhängen, jedes „man“ durch einen Schrägstrich und „frau“ ergänzen. Das macht manchen und frauchen stutzig.

Denn so werden Sätze und Sätzinnen nicht nur kompliziert. Sie täuschen auch vor, dass Ergänzungen, Binnen-Is oder Sternchen Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und Geschlechterinnen bedeuten. Da wird der Inhalt zweitrangig – schließlich steht dort das „In“ unkorrekt am Anfang.

Zwar lehnen 42 Prozent diese Zusätze laut einer YouGov-Umfrage vehement ab, vor allem die Älteren und Älterinnen ab 35 Jahren. Vielleicht weil diese sich noch dunkel daran erinnern, dass „man“ und der männliche Plural nur Abstraktionen sind. Und sich ein hoch fanatasiebegabter Mensch durchaus vorstellen kann, dass zu „Kollegen“ auch Kolleginnen gehören.

Wenn jemand denn in diesen Zusammenhängen überhaupt an das Geschlecht denken mag.

Wer aber völlige sprachliche Gleichheit will, sollte vor allen Wörtern alle Artikel verwenden, damit der, die oder das Vernunft endlich gleichberechtigt untergehen. Und wirklich überfällig ist auch das Binnen-I in BlödsInn und WahnsInn. Denn beides ist nun wirklich keine Männerdomäne.

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