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Pianissimo: Handy im Zug

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Früher guckten Menschen beim Zugfahren manchmal einfach aus dem Fenster. Doch diese Zeiten sind vorbei – aus gutem Grund.

So nehmen 73 Prozent der Deutschen heute ein Handy mit in den Zug. Das ist verständlich. Schließlich telefonieren schon so viele Fahrgäste, dass nur das eigene Handygespräch davon ablenken kann. Und mit dem Sitznachbarn zu reden ist ohnehin nicht möglich, wenn der seinerseits nur auf sein Smartphone blickt.

Es ist schließlich auch wichtiger, Informationen mit den Menschen auszutauschen, die sich durch eine willkürliche Gnade des Schicksals gerade nicht im Zug befinden. Müssen doch Fahrgäste ihre Angehörigen darüber informieren, wie viel später sie ankommen. Manche lassen ihre Lieben sogar in Echtzeit daran teilhaben, wie die aktuellen Hochrechnungen der Bahn zum zeitlichen Eintreffen am Zielort lauten. Das ist spannender als mancher Krimi.

Völlig unwahr ist allerdings die Verschwörungstheorie, dass die Bahn mit den Handyherstellern unter einer Decke steckt – und nur deswegen Verspätungen einfährt, damit alle sich ein Smartphone kaufen müssen. Im Gegenteil: Die Bahn bietet sogar einen Achtsamkeitsservice, damit die Handysüchtigen zwischendurch auch mal offline sind. Sie nennt ihn aber ganz bescheiden nur „Funkloch“.

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