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Honks sind die neuen Eumel

Schimpfen macht auch keinen Spaß mehr. Kann sich der Schimpfende doch damit nicht nur als unhöflich entlarven, sondern – heute schlimmer – als uncool.

Nennt er etwa einen etwas dumm-trotteligen Menschen „Eumel“, ist dieser oft gar nicht entsprechend gekränkt. Sondern guckt verständnislos. Weil der Begriff, so zeigt das Nachschlagen erbarmungslos, der „veralteten Jugendsprache“ angehört. Wer also „Eumel“ sagt, entlarvt sich als Mensch zwischen 40 und 55. Jüngere und Ältere verstehen ihn nicht, sind aber deswegen noch lange keine Eumel.

Fragt sich natürlich, was aus dem Eumel geworden ist. Vermutlich wurde er im Zuge der EU-Erweiterung ad acta gelegt. Schließlich klingt „Eumel“ verdächtig nach einer Abkürzung für „EU-Meldebehörde“. Daher drohen schlimme Verwechslungen von EU-Mitarbeitern mit Eumeln. Das hat der Eumel so nicht verdient.

Was aber hat ihn ersetzt? Möglicherweise ist der „Honk“ der neue „Eumel“. Denn damit umschreiben nun Jüngere eine geistig minderbemittelte Person. Und auf die Frage, auf wen das zutrifft, hätte es früher geheißen: „Immer der, der fragt.“ Aber das sagt vermutlich auch niemand mehr.

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