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Hustenbonbons

Der Sommer ist keine Zeit für Hustenbonbons? Von wegen! Können doch diese pseudogesunden Süßigkeiten nicht nur bei Erkältungen eingesetzt werden. Sondern offenbar auch gegen Hass.

So verteilt eine Bürgerbewegung vor dem SPD-Parteitag in Wiesbaden demnächst Hustenbonbons, damit sich die Partei gegen Hassbotschaften im Internet starkmacht. Das lässt folgende Schlüsse zu: Hass ist offenbar eine heilbare Krankheit, die ihren Ursprung in Hals und Bronchien hat. Und alles, was den Mund verschließt, ist im Sinne eines friedlichen Zusammenlebens begrüßenswert.

Aber auch weitere politische Überlegungen sind denkbar. In Hessen ist die SPD in der Opposition und muss sich (hüstel!) nicht weiter profilieren. In der großen Koalition in der Bundesregierung aber könnte sie sich durchaus von der CDU abgrenzen – etwa durch die Wahl anderer Süßigkeiten. Von der CDU nämlich sind Hustenbonbon-Aktionen nicht bekannt. Und das vermutlich aus gutem Grund, gilt es doch Missverständnisse zu vermeiden. Denn das gutturale Granteln in der Schwesterpartei CSU ist meistens kein Symptom einer schweren Halskrankheit, die böse belegte Zungen dort Angina Merkel nennen. Sondern einfach nur Bayerisch.

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