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Pianissimo: Ignoriertes Unglück

Es ist erschreckend. Da bemüht sich das Jahr heute erneut, die Menschen mit einfachen Tricks wie Freitag, dem Dreizehnten zum Gruseln zu bringen. Und wie reagieren sie? Unbeeindruckt.

Laut einer Versicherungsumfrage ändern nämlich 90,7 Prozent ihr Verhalten an einem solchen Tag nicht. Vermutlich ist die Zahl sogar noch höher, wollten doch manche Befragte vielleicht die an Unglücke fest glaubende Versicherungsbranche nicht unnötig frustrieren.

Wenn Menschen aber nun das für heute kalendarisch fest eingeplante Pech stur ignorieren, kann das ein viel zu gutes Ende nehmen. Dann gehen sie nämlich positiv gestimmt in den Tag. Und sollten sie dann dank eigener Trotteligkeit doch kleine Unglücke erleben, können sie diese nicht mal mit Hilfe des Aberglaubens verarbeiten.

Natürlich könnte es sein, dass Freitag, der Dreizehnte nur noch die Gruselwirkung einer alten Geisterbahn hat und den heute so wichtigen Eventcharakter vermissen lässt. Dabei gibt es schon längst passende Accessoires wie schlapp bis nullblättrige Silvesterklees im Juli. Oder Unglückskekse, die absolut sicher für ein Bekleckern der Kleidung und damit für das notwendige Pech sorgen. Sie heißen nur unglücklicherweise Eiswaffeln.

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