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Lampenfieber verschlafen

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Mit zunehmender Lebenserfahrung sollte das Lampenfieber eigentlich weniger werden. Aber hier sei es voller Herzklopfen gestanden: Das stimmt leider nicht. Es findet nur irgendwann einen Weg, um sich selbst zu überlisten.

So ist die Aufregung etwa vor einem Vortrag manchmal so groß, dass der Betreffende nicht gut schlafen kann. In jungen Jahren macht das wenig – denn da heißt „nicht gut schlafen“ nur: Der zwölfstündige komaähnliche Zustand wird gegen Morgen einmal durch einen kurzen Blick auf den Wecker unterbrochen. Im mittleren Alter ist es umgekehrt: Da wird der zehnstündige Blick auf den Wecker nur durch einen fünfminütigen komaähnlichen Zustand unterbrochen – und dieser liegt verblüffender Weise immer ganz kurz vor der Aufstehzeit.

Genau in diesem Umstand liegt jedoch ein großer Vorteil: Ist doch der Betreffende am nächsten Tag so müde, dass er dann seine eigene Aufregung fast verschläft. Sein 120-Watt-helles Lampenfieber ist nur noch ein gedimmtes Nachttischlampenfieber. Und wenn das ganz erlischt, hat der Vortragende das erreicht, was in jungen Jahren allerdings etwas aufregender gewesen wäre: Er schläft mit seinem Publikum.

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