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Pianissimo: Mir ist warm

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Über die Hitze ist alles gesagt, aber noch nicht von allen. Und wenn sämtliche Äußerungen bei gefühlten 40 Grad Hirntemperatur zusammenschmelzen, lassen sie sich auf eine einzige Erkenntnis reduzieren: „Mir ist warm.“ Aber so geht es nicht weiter.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler

Schließlich kommt es nicht nur darauf an, dass einem warm ist. Sondern auch, warum einem warm ist. In der Beantwortung dieser Frage ist es manchem vielleicht sogar ein Trost, dass sich Klimawandel, Fieberschübe, heiße Wutanfälle, glühende Leidenschaft und möglicher Wechseljahrsbeginn nicht mehr voneinander unterscheiden lassen – ebenso wenig wie Hitzekoller und Wahnsinn. Und vielleicht gilt für alle sinnlosen Handlungen ja bald der mildernde Umstand: „Mir ist warm.“

Natürlich bedeutet das keinesfalls, dass es Menschen während der Gluthitze nicht gutgehen kann. Im Gegenteil. Manche antworten auf die Frage, wie es ihnen geht: „Blendend“. Und um zu begreifen, dass sie damit nur die durchs Fenster scheinende Sonne meinen, ist es eindeutig zu warm.

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