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Pianissimo: Misstrauen

Nun ist also endlich klar, warum es in der Mensch-Technik-Beziehung manchmal hakt: Es herrscht zwischen beiden Seiten einfach kein Vertrauensverhältnis.

So misstraut die Mehrheit der Deutschen den so genannten Smart-Home-Geräten, Fitnesstrackern und Sprachassistenten, will eine G-Data-Umfrage herausgefunden haben. Das gilt vermutlich besonders dann, wenn das Armband seinem gefühlt total sportlichen Nutzer mangelnde Fitness attestiert.

Nur der eigene Computer genießt beim Nutzer erstaunlicherweise hohes Vertrauen. Vermutlich weil er sich dem Menschen im Laufe der Jahre anpasst hat und inzwischen ähnelt: Irgendwann ist sein Arbeitsspeicher voll, und dann stürzt er immer öfter ab.

Gar nicht erst untersucht wurde bedauerlicherweise, ob umgekehrt auch die intelligenten Geräte den Menschen misstrauen. Anzunehmen ist es allerdings. Denn sie überwachen den Nutzer ständig, weil sie ihm vermutlich viel Blödsinn zutrauen. Je mehr Daten sie von Menschen sammeln, desto mängelbehafteter erscheint er ihnen. Und gerade der intelligente Haushalt hat deutliche Zweifel an seinem Besitzer: Denn wäre dieser auch nur halbwegs intelligent, würde er ihn nicht so nennen.

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