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Pianissimo: Morgenmuffel

Ein gefürchtetes Wesen lauert an Frühstückstischen, vor allem am Montagmorgen.

Es wirkt harmlos-schläfrig, kann aber unverhofft aggressiv werden, wenn es von putzmunteren Artgenossen angesprochen wird. Erfahrene Opfer ahnen: Die Rede ist vom Morgenmuffel.

Wie viele dazugehören, lässt sich nicht einwandfrei feststellen. Ziehen sich doch viele Morgenmuffel in die gedankliche Höhle zurück. Manche leben allein, andere können lange schlafen und begegnen daher Nichtmorgenmuffeln niemals in deren natürlichem Terrain.

Ein kleiner Anhaltspunkt ist natürlich die eigene Einschätzung. Nach der Umfrage einer Online-Community halten sich 43 Prozent für morgens nicht gerade unterhaltsam – also für mäßige Muffel. Hardcore-Muffel sind dagegen 30 Prozent. Sie wollen vor dem Kaffeetrinken nicht angesprochen werden – und auch hinterher vermutlich nur mit „Möchtest Du noch einen Kaffee?“ Obwohl diese Frage eigentlich überflüssig ist.

All das spricht eigentlich gegen das frühe Aufstehen, vielleicht sogar gegen das Aufstehen überhaupt. Aber wenn es darüber jemals eine Abstimmung gab, haben heimtückische Frühaufsteher diese vermutlich immer auf 7 Uhr morgens gelegt. Und Gnade ihnen, wenn die Morgenmuffel das irgendwann mal bemerken! Denn dann werden sie sich sehr eloquent beschweren – aber erst nach dem dritten Kaffee.

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