E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 27°C

Pianissimo: Rohes neues Jahr

Das neue Jahr ist noch jung, aber für manche schon nicht mehr froh. Entweder weil sie in der vergangenen Woche bereits wieder arbeiteten – oder weil ihr Urlaub jetzt endet. Das wirft Gruß-Fragen auf.

Darf derjenige, der in den Ferien arbeitete, den rückkehrenden Kollegen noch ein „frohes neues Jahr“ wünschen? Oder wirkt das verbittert? Sind Neujahrsgrüße auch mitten in einer Intrige angemessen? Oder müssen sie flüsternd ergänzt werden mit „wo auch immer du bald bist“?

Eine Etikette-Trainerin meint zwar, nach zwei Wochen ginge ein „Frohes Neues“ noch. Aber sie ignoriert möglicherweise unerwünschte Nebenwirkungen. Könnte doch der fünfte unverdrossene Neujahrsgruß an denselben Mitmenschen erst recht Missachtung zeigen. Weil dieser merkt: Der weiß gar nicht mehr, wie oft er mich schon gesehen hat.

Um all diese Probleme zu entschärfen und die so oft beschworene Authentizität zu wahren, sollte daher vielleicht eine Gruß-Alternative entwickelt werden. Eine, die den unfertigen Zustand des neuen Jahres berücksichtigt, die heutigen Umgangsformen und auch auf weniger geliebte Mitmenschen passt. Dafür muss der Grüßende als Alibi einfach nur ein „F“ nuscheln und dann ganz aufrichtig ergänzen: „Rohes neues Jahr.“

Zur Startseite Mehr aus Pianissimo

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen