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Pianissimo: Showroom

„Nur gucken, nicht anfassen“ – so lautete früher oft eine Regel im zwischenmenschlichen Umgang unter entfernt Bekannten, jedenfalls außerhalb des Filmgeschäfts. Doch heute ist sie plötzlich erweitert zu: „Nur gucken, nicht kaufen.“

Denn wenn in einem Laden in der Innenstadt plötzlich besonders moderne Computer oder Autos leuchten, sind diese nicht etwa zu erwerben. Nein, es handelt sich nur um einen „Showroom“ – also um ein Geschäft ohne Einkaufen oder ein Museum ohne Kultur.

Das soll vielleicht die Hemmschwelle senken, weil die dort gezeigten Waren für die meisten ohnehin unerschwinglich sind. Aber altmodische Kunden verstehen das oft nicht. Wollen sie doch tatsächlich noch Informationen, etwa über günstigere Computer derselben Marke. Das geht natürlich nicht.

Schließlich handelt es sich bei den Menschen, die dort arbeiten, nicht etwa um Verkäufer oder Fachkräfte. Sondern um Showroom-Wärter, die nach dem Motto verfahren: „Nur wichtig gucken, nichts wissen“. Und wer sich ein Produkt dieser Marke kauft, soll ohnehin der Devise folgen: „Nur zahlen, nichts bedienen können.“ Kenner sprechen da vermutlich längst vom Showkunden.

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