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Pianissimo: Smartphone im Urlaub

Viele Smartphones sind bereits aus dem Urlaub zurück. Aber andere fahren erst noch los – und zu ihrem großen Bedauern meistens in Begleitung ihres Menschen.

Dieser nämlich lässt das erholungsbedürftige Smartphone am Ferienort oft nicht in Ruhe die Akkus aufladen oder seine Apps aktualisieren, sondern er schleppt es zum sandigen Strand, legt es in die Gluthitze und streicht zudem dauernd auf ihm herum. Das ist für ein sensibles Smartphone schon fast Belästigung.

Und als sei das nicht genug, glaubt der Mensch im Urlaub auch noch ständig: Ich bin am Drücker! Ihre Ferienfotos machen 70 Prozent der Reisenden inzwischen nämlich mit der Smartphone-Kamera, ergab eine Bitkom-Umfrage. Jüngere kennen meistens gar nicht mehr diese unhandlichen Altknipsgeräte ohne Whatsapp aus der gefühlten Frühsteinzeit, die Kameras heißen. Schließlich gilt in jeder Hinsicht: Objektiv war gestern.

Besonders belastend ist für das Smartphone jedoch: Es fühlt sich so angestarrt. Das ist im Alltag auch schon der Fall. Aber im Urlaub schaut der Mensch es noch öfter an, lacht scheinbar freundlich hinein, sieht aber doch nur sich selbst. Das nennt er beim Smartphone Selfie, bei seinen Artgenossen aber „Beziehung“.

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