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Pianissimo: Stress im Haus

Manche meinen, ihr Berufsleben sei stressig. Aber das kann natürlich nicht stimmen. Hält es doch immerhin von einem noch größeren Stressfaktor fern: der Hausarbeit.

Laut einer Forsa-Umfrage fühlt sich fast jeder zweite Deutsche davon gestresst. Ein Zusammenhang damit, dass jeder zweite Deutsche weiblich ist, sei hier nicht einmal vorsichtig angedeutet. Fest steht allerdings: 53 Prozent der Frauen finden die Hausarbeit noch anstrengender als ihren Job.

Das hat natürlich gute Gründe. So gibt es bei der Hausarbeit weder Anerkennung noch Aufstiegschancen – es sei denn, der Betroffene ernennt sich selbst zum „Head of Staubsauger and Putzlappen“ oder „Master of Kitchen Communcation“. Außerdem ist der Kampf gegen den Dreck so vergeblich wie der gegen Windmühlenflügel. Und das Laken lässt sich zwar klaglos anschreien, bezieht deswegen das Bett aber noch lange nicht selbst.

Natürlich sind all diese Merkmale auch in vielen anderen Jobs anzutreffen. Der Unterschied ist aber: Der Arbeitnehmer kann sich von dort nach Hause träumen. Und sei es nur weil er einen kurzen stressfreien Augenblick lang nicht mehr weiß, wie unordentlich es dort aussieht.

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