Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Pianissimo: Unruhiges Wetter

Zuerst die gute Nachricht: Das Wetter soll sich ab Mitte der Woche beruhigen. Aber es bleibt doch die Frage: Warum überhaupt war es vorher so beunruhigt?

Möglich wäre, dass sich der Spätsommerdruck („Letztes Jahr um diese Zeit war es noch so warm“) wie eine graue Wolke über das Wettergemüt gehängt hat. Denn das Wetter möchte in seinem Spieltrieb eigentlich völlig frei sein und sich nicht an der offenbar viel zu hohen Messlatte des Vorjahres orientieren. Das führt zu Stress und Frustration. Analog zu Bettnässen kommt es dann beim Wetter vermutlich zum Wolkennässen.

Aber eventuell sitzt die Beunruhigung sogar noch tiefer. So muss das Wetter leider feststellen, dass es von den Menschen oft gar nicht mehr wahrgenommen wird. Denn die meisten schauen nicht mehr in den Himmel, sondern nur noch auf ihre Wetter-App. Deswegen muss das Wetter manchmal als Unwetter auf sich aufmerksam machen, damit sich der Blick überhaupt noch nach oben richtet.

Auch ansonsten scheinen die Menschen eine Tendenz zu haben, die das Wetter sehr verunsichert. Sie machen es nach, das allerdings äußerst stümperhaft. Denn wenn es zwischen Menschen ein Donnerwetter gibt, dann oft aus heiterem Himmel – und irgendeiner fällt gleichzeitig aus allen Wolken.

Zur Startseite Mehr aus Pianissimo

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse