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Pianissimo: Unter Strom

Es gab mal eine Ära, da dienten die Geräte dem Menschen. Das soll hier nicht näher erläutert werden, der Computer könnte beleidigt sein und sich rächen. Aber neue Zeiten erfordern neue Maßnahmen.

So soll künftig nicht mehr Strom genutzt werden, um dem Menschen das Leben angenehmer zu machen. Sondern der Mensch dazu genutzt werden, um Strom zu erzeugen. Zumindest bei Experimenten von Karlsruher Forschern können Gehbewegungen jetzt durch ein Klettband das Smartphone mit Energie versorgen. Das ist großartig, findet der Mensch doch so endlich einen neuen Lebenssinn. Weil er weiß: Ich bin eine wichtige Ladestation.

Na gut, stehen bleiben darf er natürlich nicht. Denn ein Stromstoß, der ihn zum Weiterlaufen motivieren könnte, würde dem Smartphone nur unnötig viel Energie entziehen. Und wenn er vor lauter Erschöpfung beim Joggen keine Nachricht mehr eintippen kann, macht das auch nichts. Unterhält sich doch das Handy vermutlich eigenständig und ohnehin viel lieber mit anderen intelligenten Geräten.

Bisher allerdings scheint der Mensch die neue Zeit noch nicht begriffen zu haben. Denn er steht zwar durch sein Umherhetzen schon ständig unter Strom. Aber nur er selbst ist dann total geladen.

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