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Pianissimo: Unterm Baum

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Der Heiligabend ist ein gefährlicher Tag. Fällt es doch manchen nicht leicht, den Vorweihnachtsstress plötzlich von 100 Prozent auf null herunterzufahren. Wohin mit der Energie, die vorher in Herumhetzen, Parkplatzsuche oder Einkaufen gesteckt wurde? Für dieses Problem gibt es leider, soweit bekannt, keine App.

Manche versuchen daher erst einmal, mit einem kleinen Familienstreit den gewohnten inneren Unfrieden wieder herzustellen. Andere bauen sich künstliche Hürden, nehmen sich etwa ein besonders kompliziertes Festmahl vor. Dann können sie sich endlich wieder so anstrengen wie im Alltag. Und wenn dann die Angehörigen nicht mithelfen oder vom Ergebnis nicht begeistert genug sind, lässt sich wieder streiten. Ein belebender Teufelskreis.

Aber irgendwann helfen diese Tricks meistens nichts mehr – und unter dem Weihnachtsbaum droht die Zwangsentspannung. Nichts zu tun, nichts zu bewegen, einfach nur verdauen und in die Kerzen schauen. Manche sind dann sogar zu träge, um sich selbst noch zu fotografieren. Psychologen würden, lägen sie nicht selbst unterm Baum, in diesem Fall wohl von „Festbedingter rudelartiger Indifferenz der ehemaligen Nörgler“
sprechen – abgekürzt aber nur von „Frieden“.

Frohe Weihnachten!

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