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Verfahren

Überall droht der Verkehrskollaps – aber offenbar gar nicht weil die Menschen so viel fahren. Sondern weil sie sich so oft verfahren.

Laut einer Studie von Enterprise Rent-A-Car haben zwar 95 Prozent der Autofahrer ein eingebautes oder mobiles Navi, 81 Prozent verfahren sich aber dennoch regelmäßig. Im Ergebnis seien das 9,4 Millionen verschwendete Stunden deutscher Autofahrer im Monat.

Das beeindruckt, wirkt aber in der Wertung auch ein wenig unfair. Schließlich muss die Zeit ja nicht verschwendet sein. Lernt doch der Fahrer auf seinen Umwegen seine Stadt, sein Navi, seinen Beifahrer und sich selbst oft ganz neu kennen. Na gut, manchmal auch hassen. Aber selbst das kann wertvolle Erkenntnisse liefern.

Wird zum Verfahren noch die ständig wiederkehrende Parkplatzsuche hinzugerechnet, so schadet das sinnlose Herumkurven zwar der Umwelt. Aber immerhin ist der Autofahrer für viele Stunden seines wachen Lebens außer Gefecht gesetzt – und kann in dieser Zeit keinen anderen Blödsinn anstellen. Möglicherweise wäre also die Kriminalität, Scheidungs- und Kündigungsrate viel höher, wenn Autofahrer immer sofort am Ziel wären. Denn selbst da, wo gar kein Wagen im Spiel ist, ist die Situation erstaunlich oft verfahren.

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