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Zehn Jahre jünger

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Das Alter hat heute mit Geburtsdaten kaum noch etwas zu tun. Gilt doch angeblich: „40 ist das neue 30“ und „50 ist das neue 40“. Und wer ist schuld daran? Der Sport!

Zumindest laut der gestern vorgestellten Langzeitstudie „Gesundheit zum Mitmachen“ sind Freizeitsportler im Schnitt zehn Jahre jünger als Bewegungsmuffel. Kaum treibt also jemand versehentlich mehr als zweieinhalb Stunden Sport pro Woche, geht es mit seinem gefühlten Alter rasant bergab.

Das könnte gefährlich sein – nicht nur für Kinder unter zehn Jahren, die mit zehn Jahren Verjüngung ihrer Existenz beraubt werden. Auch den Älteren drohen bei gefühlter Jugend schlimme Schäden: hohe Ausgaben für Sportbekleidung, gnadenloses Überschätzen der eigenen Fähigkeiten, unkontrolliertes Wiederaufflammen erotischer Gefühle und Absturz in die Midlife-Crisis. Letzteres auch noch mit zehn Jahren Verspätung.

Offenbar scheint also Sport-Abstinenz die einzige Möglichkeit, das gefühlte mit dem tatsächlichen Alter in Einklang zu bringen. Aber diese ist kaum möglich. Schließlich werden allein im Job 38 Stunden pro Woche mit Buckeln, Treten, Kopf-an-Kopf-Rennen und Abtauchen verbracht. Und das alles verjüngt dramatisch. Denn viele haben am Arbeitsplatz plötzlich das Gefühl: „Ich glaube, ich bin im Kindergarten.“

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