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Pianissimo: Zwei Pausen

Die Anforderungen werden immer höher. So soll der moderne Arbeitnehmer nicht nur etwas leisten, sondern zwischendurch auch noch zwei Pausen einlegen. Zwei Pausen!

Diese Empfehlung zumindest gibt der TÜV Rheinland – und macht Vorschläge zur Pausengestaltung: So sollten Menschen mit körperlicher Arbeit ein Nickerchen halten, Büroarbeiter sich dagegen sportlich betätigen. Das klingt nach einem anstrengenden Tag.

Wenn nämlich der in Sitzhaltung verkümmerte Angestellte sich in der Mittagspause tatsächlich bewegt, braucht er danach schon wieder Erholung – also am besten ein Nickerchen. Viele wählen da den Konferenzschlaf, der allerdings erstaunlicherweise nicht als Pause zählt. Deswegen scheint es fast unmöglich, zwischen Suppenkoma, Büroschlummer und Feierabendvorbereitung noch eine weitere Pause einzulegen. Und allein die Planung, wie das jemals ermöglicht werden kann, nimmt viel Arbeitszeit in Anspruch.

Effektiver wäre es da vielleicht, das Nachdenken selbst als Pause zu definieren. Denn dieses bringt Bewegung ins Gehirn, lässt aber gleichzeitig auch routinierte Abläufe oft sanft einschlafen. Aber auch das wird nicht einfach. Können doch manche zweimal Denken mit ihrer Arbeit einfach nicht unter einen Hut bringen.

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