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Kolumne "Sprechstunde": Baubiologie wird unterschätzt

Von Die Baubiologie steht für ein umfassendes Wissen der Einflüsse des gebauten Umfeldes auf den Menschen. Begründet wurde diese Lehre in den 1960er Jahren vom Arzt Hubert Palm.

Einer der ersten, die sich mit dieser Thematik eingehender beschäftigten und auch eine entsprechende Ausbildung anboten, war Wolfgang Maes. Baubiologen beschäftigen sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld. Sie messen und analysieren, um gezielt gesundheitserhaltende Maßnahmen bei belasteten Innenräumen geben zu können. Dort sind die negativen Einflüsse wesentlich häufiger als draußen. Weil wir etwa 80 Prozent unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen verbringen, ist es sehr wichtig, diese so gesund wie möglich zu gestalten.

Der weitaus wichtigste Raum ist der Schlafplatz und darin unser Bett. An keinem anderen Platz halten wir uns länger auf. Wir sind Umwelteinflüssen gegenüber während des Schlafes um ein Vielfaches sensibler als in der aktiven Wachphase des Tages. Der Schlafplatz ist deswegen der am meisten von Baubiologen untersuchte Ort. Insbesondere dann, wenn eine Krankheit aufgetreten ist und die Schlafqualität schlecht ist. In diesen Fällen lege ich meinen Patienten die Schlafplatzanalyse durch einen ausgebildeten Baubiologen sehr ans Herz. Er misst physikalische Einflüsse wie elektrische und magnetische Felder, elektromagnetische Wellen, Radioaktivität, geologische Störungen, Schall und Vibrationen sowie die Lichtqualität. Bei Verdacht auf chemische Verunreinigungen wie Formaldehyd, Pestizide, Lösemittel oder Feinstaub werden auch diese untersucht.

Insbesondere beim Hinweis auf Elektrosmog am Schlafplatz sollte dieser sofort abgestellt werden. Bereits 2011 stufte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) Handywellen in die gleiche Gefahrenklasse ein wie krebserregende Chemikalien, Schwermetalle, Pilzgifte und Auspuffgase. Diese Warnung gilt auch für schnurlose Telefone und Geräte, die nah am Körper benutz werden oder sich in unmittelbarer Nähe des Bettes befinden.

Entfernen Sie deswegen alle Elektrogeräte aus Ihrem Schlafzimmer, vor allem 220 Volt Radiowecker, elektrische Heizdecken, geheizte Wasserbetten und das Mobiltelefon. Deaktivieren Sie nachts die Sicherungen. Lüften Sie regelmäßig, denn die Außenluft ist wesentlich sauberer, selbst wenn Sie an verkehrsreichen Straßen wohnen. Schlafen Sie bei offenem Fenster.

(pbr)
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