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Kolumne "Sprechstunde": Die strapazierte Leber Pflegen

Von Üppiges Essen mit Alkohol, außerdem Glühwein und Leckereien auf den Weihnachtsmärkten. All diese Köstlichkeiten fordern von unserer Leber Höchstleistungen. Denn sie muss die Nahrungsbestandteile so umbauen, dass die sie unserem Körper nicht schaden.

Wer hat seine Leber nicht in den letzten Wochen malträtiert – meist ohne sich dessen bewusst zu sein? Üppiges Essen mit Alkohol, außerdem Glühwein und Leckereien auf den Weihnachtsmärkten. All diese Köstlichkeiten fordern von unserer Leber Höchstleistungen. Denn sie muss die Nahrungsbestandteile so umbauen, dass die sie unserem Körper nicht schaden. Sind solche Hochleistungsphasen kurz und bekommt die Leber die nötige Unterstützung, kann sie sich schnell und vollständig regenerieren.

Weil die Leberfunktionen für unsere Gesundheit so wichtig sind, ist sie mit rund 300 Milliarden Zellen und einem Gewicht zwischen 1,4 und 1,8 Kilo unser größtes Entgiftungsorgan. Jeder Minute fließt ein Viertel des gesamten Blutes durch sie hindurch, um ihre Arbeitskraft zu gewährleisten. Beim Gehirn ist es nur ein Sechstel. Nur so können sich unsere Leberzellen innerhalb von 10 bis 20 Tagen erneuern. Sie können aber nur so gut sein, wie das Material aus dem sie „gebaut“ werden und es muss auch bei allen ankommen.

Rund dreißig Prozent der Erwachsenen leiden unter einer Fettleber bei der die Hälfte der Leberzellen bereits aus Fettzellen bestehen und die gesunde Hälfte die doppelte Arbeit verrichten muss. Viele Betroffene wissen nichts davon, denn die Leber besitzt keine Schmerzrezeptoren. Der „Schmerz“ der Leber ist Müdigkeit und fehlende Lebensenergie. Viele kennen dieses Gefühl zumindest kurzzeitig nach starkem Alkoholkonsum: Die Entgiftung kostet so viel Kraft, dass man unter extremer Antriebsarmut leidet.

Gönnen Sie der Leber daher jetzt eine Erholungsphase in der die bestmögliche Durchblutung Grundvoraussetzung ist. Gewährleistet wird diese durch größtmögliche „innere Bewegung“. Deren Hauptmotor ist die Atmung. Eine flache Brustatmung führt zu einer zunehmenden Verkürzung des Zwerchfells, unseres größten und wichtigsten Atemmuskels. Daraus resultiert eine Minderdurchblutung sämtlicher innerer Organsysteme, auch der Leber.

Legen Sie sich auf den Rücken, wölben Sie den Bauch beim Einatmen so hoch wie möglich nach oben und ziehen Sie ihn beim Ausatmen so tief wie möglich ein. Üben Sie bei offenem Fenster täglich dreimal zwölf solcher tiefen Atemzüge. Eine Wärmflasche auf dem rechten Rippenbogen steigert die Durchblutung noch einmal. Maximieren Sie außerdem den Frischkostanteil, besonders Endiviensalate, Artischocken, Chicoree sowie Radicchio in Ihrer Ernährung. Trinken Sie viel reines Wasser und Tee aus Löwenzahn, Salbeiblättern, Mariendistelsamen, Schöllkraut und Gelbwurz. Ihre Leber wird regelrecht aufblühen.

Homepage: www.drpetrabracht.de

(pbr)
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