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Frühstück muss nicht sein

Es fällt nicht leicht, alte Gewohnheiten zu ändern. „Frühstücke wie ein Kaiser“ ist fest verankert in unseren Köpfen und stellt ein morgendliches Ritual dar, obwohl viele Menschen überhaupt keinen Hunger haben.

In unzähligen Anamnesen, die ich seit über 30 Jahren bei meinen Patienten durchführe, stelle ich regelmäßig die Frage nach deren Essgewohnheiten. Mindestens die Hälfte berichtet, dass sie morgens nichts essen mögen und sich viele zu einer „Kleinigkeit“ zwingen, weil sie es so gelernt haben.

Bereits in den 1980er Jahren wurde dieses Frühstücks-Dogma in der „Fit fürs Leben-Bewegung“ auf den Kopf gestellt. Für mich war das eine Erlösung. Denn auch ich habe mich jeden morgen zum Essen gezwungen und war heilfroh, als diese Qual ein Ende hatte. Die Begründung der Autoren ist das Spannende dabei.

Deren Aussagen basieren auf der amerikanischen „Naturalhygiene“, einer alt bewährten Naturheilkunde, die sich hauptsächlich mit einer gesunden Ernährungsweise auseinandersetzt. Sie beschreiben eine Organuhr, die den Tag in drei Rhythmen à 8 Stunden einteilt. Von morgens vier bis mittags 12 Uhr ist unser Körper mit den Ausscheidungen beschäftigt, die in den vorangegangenen 8 Stunden durch unseren Verwertungsstoffwechsel gebildet wurden. Schauen Sie sich etwa die Farbe des Urins an, der wesentlich konzentrierter ist als der im Tagesverlauf. Die meisten Menschen haben deswegen in den Morgenstunden Stuhlgang. Diese Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge sollten nicht unterbrochen werden, indem erneut Nahrung in den Verdauungstrakt kommt. Für diejenigen, die nicht auf ihr Frühstück verzichten möchten, werden Früchte empfohlen, da diese für den Verdauungsvorgang nur wenig Energie benötigen.

Da die empfohlene Nahrung aus hohem Rohkostanteil und vollwertiger Pflanzenkost besteht, hat dies dazu geführt, dass diese Lebens- und Ernährungsweise zum absoluten „Diätrenner“ wurde. Gleichzeitig wurde im Buch das System der Trennkost empfohlen, welche die zum Verdauen nötige Energie minimiert und durch den bewussteren Umgang mit Essen viele Krankheitsbilder verbessert und heilt.

Spannend ist, dass dabei eine tägliche Fastenzeit von 16 Stunden eingehalten wird. Das löst wahre „Gesundheitswunder“ aus. Weil dann sogenannte Sirtuine, die unsere Anti-Aging-Gene aktivieren, ausschwärmen und defekte Zellen bis in den Zellkern hinein reparieren – das können Sie nur, wenn der Magen leer ist.

Probieren Sie diese Empfehlungen einfach für vier Wochen aus. Nur dann können Sie selbst erkennen, ob es sich für Sie lohnt, sich umzustellen.

(pbr)
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