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Kolumne: Gerontotoxine vermeiden

Die Stränge der DNA, die wir in unseren Genen tragen, sind mehrere Milliarden Kilometer lang. Sie befinden sich in den Zellkernen und enthalten die gesamte Erbinformation des Menschen. Die DNA versorgt uns mit allen Informationen, die wir zum Leben benötigen. Beim Menschen ist sie zu sogenannten Chromosomen zusammengerollt, damit sie in den Zellkern hineinpasst. Jede Körperzelle enthält 46 Chromosomen, 23 stammen von der Mutter, 23 vom Vater.

Die DNA sieht aus wie eine Strickleiter, die sich um sich selbst dreht und die durch Sprossen verbunden ist. Der Fachbegriff lautet „Doppelhelix“. Dass sich diese Strickleiter nicht ständig verheddert, dafür sorgen bestimmte Anti-Aging-Gene aus der Gruppe der Sirtuine. Sie stehen im Fokus der medizinischen Forschung, da sie ein langes Leben und besonders ein gesundes Altern fördern. Die Pharmaindustrie ist intensiv darum bemüht, Medikamente zu entwickeln, welche die Aktivität dieser Sirtuine fördern.

Aber wie wäre es mit dem natürlichen Weg? Nämlich all das, was die Arbeit der Sirtuine behindert oder unterdrückt auszuschalten. Jetzt kommen die AGEs (Advanced Glycated End Products) ins Spiel. Sie gehören zur Gruppe der Gerontotoxine; dies sind giftige Stoffe, die den Alterungsprozess beschleunigen und bei der Entstehung von vielen Krankheiten, etwa Arteriosklerose oder Durchblutungsstörungen, wahrscheinlich eine große Rolle spielen. AGEs wirken ebenfalls zerstörerisch auf das Gehirn und auf dessen kognitive Fähigkeiten und fördern neurodegenerative Krankheiten wie Altersdemenzen und Parkinson.

AGEs sind unnatürliche schädliche chemische Verbindungen von Eiweißen und Kohlenhydraten, die zu oxidativem Stress, Flexibilitätsverlust des Gewebes und zu Entzündungsvorgängen im Körper führen. Vor allem aber bremsen sie die wertvollen Reparaturarbeiten der Sirtuine.

Die weitaus größte Dosis an AGEs führen wir unserem Körper durch unsere tägliche Nahrung zu, wenn Fette, Eiweiße und Zucker stark erhitzt, getrocknet und geräuchert werden. Bisher wurden über 500 Lebensmittel auf ihren AGE-Gehalt untersucht. Fleisch, Fisch, Käse und andere stark verarbeitete Nahrungsmittel enthalten den höchsten AGE-Gehalt, während Pflanzennahrung den niedrigsten Gehalt aufweist. Die Zubereitungsart ist von Bedeutung: Beim Dämpfen oder Schmoren entstehen im Vergleich zu den anderen Zubereitungsarten weniger AGEs.

Helfen Sie Ihren Sirtuinen dabei, ihre gesunderhaltenden Aufgaben zu erfüllen. Reduzieren Sie Nahrungsmittel mit hohem AGE-Gehalt und sorgen Sie möglichst oft dafür, dass Sie einen leeren Magen haben – nur dann arbeiten sie.

(pbr)
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