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Heimtückische Zeckenkrankheit

Derzeit ist wieder Hochsaison für diese Erkrankung, die durch Zecken (auch gemeiner Holzbock) übertragen wird. Da es sich bei den Erregern um Bakterien handelt, ist es nicht möglich, sich dagegen impfen zu lassen. Die oft empfohlene Zeckenschutzimpfung bezieht sich auf ein Virus, das für die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) verantwortlich sein kann. Sie tritt im Vergleich zur Borreliose wesentlich seltener auf. Es handelt sich also um ein häufiges Missverständnis, dass die Zeckenschutzimpfung vor Borreliose schützt.

 

Derzeit geht man davon aus, dass bis zu 35 Prozent aller Zecken Borrelien enthalten. Ein Zeckenstich wird selten sofort bemerkt, denn die Zecke gibt während des Stiches ein Betäubungsmittel ab, damit das Opfer nichts bemerkt. Während sie sich mit Blut vollsaugt, überträgt sie die Borrellienbakterien.

 

Ein absolutes Alarmsignal ist die „Wanderröte“, die bei etwa 80 Prozent der Infektionen einige Tage oder Wochen nach einem Stich auftritt. Um die Einstichstelle herum bildet sich eine Hautveränderung von deren Mittelpunkt eine Rötung ausgeht. Gleichzeitig können die ersten Krankheitssymptome mit grippeähnlichen Beschwerden auftreten. Spätestens jetzt sollten sie Ihren Arzt aufsuchen. Übergeht man diese erste Phase, ohne sie zu behandeln, kann es nach Wochen bis Monaten zu Herzproblemen, Schmerzen in Muskeln, Gelenken und Nerven oder gar zu neurologischen Beschwerden mit Lähmungserscheinungen kommen. Das dritte Stadium ist das gefährlichste, da es nach Monaten oder auch vielen Jahren nach der Infektion auftreten kann.

 

Vorbeugung ist die beste Medizin. Man weiß, dass sich die Zecken nicht von den Bäumen fallen lassen, sondern auf Gräsern und niedrigen Zweigen auf ihr Opfer warten. Tragen Sie deshalb bei Wanderungen geschlossene Kleidung und hohe Schuhe. Ziehen Sie die Strümpfe über die Hose. Sinnvoll sind auch Kopfbedeckungen, da sich die Zecken gerne im Nacken am Haaransatz niederlassen.

 

Vorbeugend können Sie auch Zeckenschutzmittel benutzen. Trotzdem sollten Sie sich nach Aufenthalten in Wald und Wiese nach Zecken abzusuchen. Wurden Sie gestochen, entfernen Sie die Zecke mit einer Pinzette. Achten Sie darauf, die Zecke weit unten am Hals zu packen und nicht zu sehr zu quetschen. Eine entfernte Zecke können Sie an ein Labor schicken und auf Borrelien testen lassen. Bestätigt sich der Verdacht, sollte unverzüglich eine Behandlung eingeleitet werden.

(pbr)
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