Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 19°C

Schwere Zeiten für Diabetiker

Von

Die Weihnachtszeit naht, die ersten Plätzchen werden gebacken, und bald locken auf den Weihnachtsmärkten Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten. Für Menschen, die an Altersdiabetes erkrankt sind oder eine Insulinresistenz haben, ist die Adventszeit erfahrungsgemäß jedoch kein Vergnügen. Abgesehen davon, dass die Qualität des Essens an vielen Ständen nicht hochwertig ist, werden billige und extrem viele Fette verwendet.

Dass Weißmehl und Zucker, die Hauptzutaten von Weihnachtsgebäck, nicht gesund sind, ist bekannt. Für einen zuckerkranken Menschen aber fallen sie unter die Rubrik „Streng verboten“. Wäre es dann nicht eine Alternative, sich wenigstens bei Kartoffelpuffern ein wenig Weihnachtsvorfreude zu gönnen?

Leider nein, denn Fett ist für den Diabetiker mit schweren gesundheitlichen Folgen verbunden.

Doch was hat Fett mit Diabetes zu tun? Die Bauchspeicheldrüse produziert bei an Altersdiabetes erkrankten Menschen bereits weniger Insulin. Zudem sind ihre Zellen resistent gegenüber der Aufnahme von Insulin, das den Zucker für die Energiegewinnung in jede einzelne Zelle bringen soll. Stellen Sie sich dieses Insulin wie einen Schlüssel vor, der die Tür zu den Zellen öffnet, der aber nicht mehr ins Schloss passt, weil dieses verklebt ist. Was ist der Grund für diese Verklebung? Fett – entweder das eigene Körperfett oder aber das Fett in unserer täglichen Nahrung. Diese Fette können sich im Inneren, vor allem in den Muskelzellen, ablagern, wo durch zusätzlich giftige Stoffe und freie Radikale gebildet werden können. Der Insulin signalisierende Prozess wird dadurch gehemmt. Es ist beinahe egal, wie viel Insulin produziert wird. Die durch Fett belasteten Zellen können es nicht aufnehmen. Dieser Mechanismus tritt nicht nur bei Zuckerkranken auf. Auch bei Gesunden kann eine fettreiche Mahlzeit die Fähigkeit, Zucker zu verarbeiten, schon einschränken.

Die Lösung ist einfach: Reduzieren Sie Ihren Gesamtfettverzehr und essen Sie große Mengen an Gemüse und Salaten, die Ihnen helfen, Ihren Hunger schneller und gesünder zu stillen, und die nicht mehr viel Platz für ungesunde fettreiche Produkte lassen. Essen Sie Pflanzenkost in großen Mengen, bevor Sie sich in das kulinarische Weihnachtsgetümmel stürzen. Dann können Sie mit gutem Gewissen auch eine Kleinigkeit „Ungesundes“ genießen.

Alle Folgen dieser Kolumne finden Sie im Internet: Weitere Infos: www.drpetrabracht.de Praxis-Telefon: (0 61 72) 17 10 50

Zur Startseite Mehr aus Sprechstunde

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse