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Sprechstunde: Streitthema Ernährung

Thomas Edison schrieb 1903, dass der Arzt der Zukunft keine Medikamente mehr verschreiben, sondern seine Patienten über die richtige Ernährung zur Vorbeugung von Krankheiten aufklären werde. Schon die Ärzte im alten China wurden danach beurteilt, wie gut Sie durch Aufklärung das Krankwerden verhindern konnten. Leider sind wir heute von diesem Ideal weit entfernt. Die durchschnittliche Dauer, in der Hausärzte mit ihren Patienten über Ernährung sprechen, beträgt etwa zehn Sekunden. Fatalerweise oft noch von einem Lächeln begleitet. Selbst heute spielt das Wissen darüber im Medizinstudium so gut wie keine Rolle. Dem gegenüber betragen die Ausgaben für Medikamente weltweit jährlich über eine Trillion US-Dollar. Dies ist neben OPs das Pferd, auf das die Medizin heute setzt. Realisieren Sie die Folgen: Krebs, Herz-Kreislauf- und Autoimmunkrankheiten, Diabetes, und andere nehmen massiv zu.

Vordergründig scheint die Lebenserwartung, die noch nie so hoch war wie heute, dieser „modernen Medizin“ Recht zu geben. Doch wenn man dahinter blickt, stellt sich die Wahrheit anders dar. Die gewonnenen „Extrajahre“ sind meist keine gesunden. Das ist auch der Grund, warum junge Leute auf die Frage, wie alt sie werden möchten, oft antworten: Bloß nicht älter als 70, dann leiden doch alle. Wir leben also länger, sind aber kränker. Und: Bereits seit 2005 mehren sich die Hinweise, dass die heutige Jugend ein kürzeres Leben führen wird als ihre Eltern.

Ärzte, die entsprechend ausgebildet sind, wissen, dass bei der Entstehung der meisten Krankheiten ungeeignete Ernährung eine große Rolle spielt. Seit etwa 70 Jahren nimmt der Anteil der tierischen Produkte und der industriell verarbeiteten Nahrungsmittel stark zu. Vor einigen Tagen wurde gar eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass der gefürchtete Altersdiabetes durch Veränderungen des Lebensstils (bessere Ernährung und mehr Bewegung) möglicherweise geheilt werden könnte. Der Grund dafür ist klar: Wir Ärzte lernen in unserem Studium nichts über Ernährung, dafür gibt es die Ernährungswissenschaften. Diese aber sind sehr zurückhaltend, bei den medizinischen Auswirkungen auf Gesundheit oder Krankheit. Ein Unding, denn 50 Millionen Zellen erneuern sich sekündlich in uns. Die Baustoffe dazu liefert unsere Ernährung. Würden Sie ein stabiles unverwüstliches Haus erwarten, dass aus billigstem und ungeeignetem Material gebaut ist? Sicher nicht. Und genau so ist es mit Ihrem Körper.

Gönnen sie sich nur bestes Baumaterial – also vollwertige pflanzliche Ernährung. Reduzieren Sie tierische Produkte auf das Ihnen mögliche Minimum. Und beobachten Sie was passiert.

(pbr)
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