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von Dr. Petra Bracht: Tiere essen?

Als Ernährungsmedizinerin weiß ich, dass die beste Heilnahrung bei ausgebrochenen Krankheiten hundertprozentige vollwertige, frische Pflanzenkost ist. Das heißt Früchte, Beeren, Gemüse, Salate, Nüsse und Kräuter – natürlich so zubereitet, dass der Gaumen jubelt. Weiter beobachte ich seit Jahrzehnten, dass Menschen umso weniger Krankheiten entfalten, je höher der Anteil dieser pflanzlichen Lebensmittel in ihrer Nahrung ist. Wobei auch hochgezüchtete Getreidepflanzen wie Weizen Ausnahmen sein sollten. Da letztlich „die Dosis das Gift macht“, ist es aber ernährungsphysiologisch für Menschen, die ansonsten sehr gesund leben und sich vor allem täglich sportlich betätigen, zu verkraften, bis zu etwa 5 Prozent ihrer Nahrung aus tierischen Quellen zu beziehen. Wodurch auch ein eventueller B12-Mangel kein Thema mehr ist.

Viele Menschen mögen Fleisch sehr und sind fest davon überzeugt, dass tierische Nahrungsmittel ein Muss sind und dass Tiere quasi dazu geboren werden, um von uns gegessen zu werden. Ich möchte diese Selbstverständlichkeit aber in Frage stellen. Nicht nur, weil es auf der Erde genug Völker gibt, die das völlig anders leben. Essen wir Rinder, Schweine oder Schafe vielleicht nur, weil wir sie nicht persönlich kennen?

Der Philosoph Richard David Precht trägt durch Geschichten wie diese zum Nachdenken bei: Außerirdische haben die Erde besetzt. Sie sind uns so überlegen, dass sie Menschen nicht als ebenbürtige Spezies achten und würdigen, sondern sie terrorisieren. Sie schlachten sie. Nicht nur, um sie zu essen – bevorzugt Kinder, weil ihr Fleisch so zart ist – sondern verarbeiten ihre Haut zu Kleidung und Schuhen und benutzen sie für medizinische Versuche.

 

Ein mutiger Mensch fragt die Außerirdischen: „Ihr seht unsere Verzweiflung über das, was ihr uns antut, wie Mütter schreien, wenn ihre Kinder weggeholt werden, wie wir in Panik und Todesangst aus Massenunterkünften in die Schlachthöfe transportiert werden. Was für Geschöpfe ohne jedes Mitgefühl seid ihr?“ Worauf die Antwort ist: „Wir sind so viel weiterentwickelt als ihr, wir akzeptieren euch nicht als unseresgleichen – und ihr schmeckt uns so gut“.

Sollten Sie ins Nachdenken kommen, so darf ich Ihnen die Lösung gleich anbieten. Essen aus Pflanzen ist extrem schmackhaft, wenn man sich die gleiche Mühe mit der Zubereitung macht, wie mit tierischen Produkten. Darüber hinaus sind einige Soja-Produkte mittlerweile vom Geschmack vergleichbar oder gar besser. Und Zuchtfleisch aus der Petrischale könnte mittelfristig besser und preiswerter sein als das Fleisch der Tiere.

(pbr)
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