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Wussten Sie schon?

. . .dass man Kassels „schönen Jüngling“ nur im Museum treffen kann? Über die Maßstäbe moderner Schönheitswettbewerbe ist der junge Mann erhaben, hielt doch das Marmorabbild des griechischen Gottes Apoll, den es darstellt, über zweitausend Jahre der Idealvorstellung vom männlichen Körper stand.

Der sogenannte Kasseler Apoll hat auf Schloss Wilhelmshöhe eine noble Bleibe gefunden und zählt zu den berühmtesten Werken in der Sammlung antiker Skulpturen – und das, obwohl die Plastik eine römische Kopie ist. Das griechische Original aus Bronze aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert ging verloren.

Es wird dem genialen griechischen Bildhauer Phidias aus Athen zugeschrieben und galt bereits in antiker Zeit als Berühmtheit, worauf die mehr als zwanzig stilistisch ähnlichen Statuen hindeuten, zu denen sich spätere Kopisten inspirieren ließen.

Dass eines der Kunstwerke nach Kassel gelangte, ist der Begeisterung von Landgraf Friedrich II. für die klassische Antike zu verdanken.
Die Marmorstatue soll in Italien
in einer Villa aus der Römerzeit gefunden worden sein. Der Landgraf ließ die überlebensgroße Plastik in den 1770er Jahren per Schiff von Neapel nach Bremen transportieren und weiter auf dem Landweg nach Kassel.

Das Besondere am Kasseler Apoll ist, dass die Statue dem Schicksal vieler kopf-, arm- oder beinlosen Torsi entgangen ist und fast vollständig erhalten blieb. Für die Präsentation seiner Kunstsammlungen gründete der Landgraf eigens ein Museum, das heutige Fridericianum. Erst 1974 zog die Antikensammlung samt Apollon ins Schloss Wilhelmshöhe um.

(hpdie)
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