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Kolumne: Wussten Sie schon?

Von . . . dass man im Frankfurter Stadtteil Nied ein außergewöhnliches Zeugnis deutscher Eisenbahngeschichte bestaunen kann?

Herausstechende architektonische Details weist die Brücke aus rotem Sandstein zwar nicht auf, aber ein „gewisses Alter“ vermutet man zu Recht. In der Tat wurde die Steinbrücke, die mit ihren drei Bögen die Nidda überspannt, in den Jahren 1838-39 erbaut. Die Flussquerung gehörte zur Trasse der ehemaligen Taunusbahn, deren erster Streckenabschnitt am 26. September 1839 in Betrieb ging und vom Taunusbahnhof in Frankfurt nach Höchst führte. Statt drei Stunden Fußmarsch dauerte die Fahrt von Frankfurt nach Höchst 16 Minuten, auf der später fertiggestellten gesamten Strecke bis Wiesbaden war man eine Stunde und 19 Minuten unterwegs.

Die 40 Meter umfassende Gewölbekonstruktion auf vier Pfeilern macht in ihrer Schlichtheit wenig Aufheben um ihr Äußeres. Entscheidend war, den schweren Dampflokomotiven und Wagen ein solides Fundament zu bieten, und diese Aufgabe erfüllt das Bauwerk bis heute zuverlässig.

Die Niddabrücke steht seit 1986 unter Denkmalschutz und wird in der Frankfurter „Denkmaltopographie“ als ältestes Bauwerk dieser Art im Untermaingebiet“ geführt, was nach heutiger Erkenntnis zu bescheiden ausgedrückt ist, wie ein Mitglied des Nieder Heimat- und Geschichtsvereins herausfand. Der Verein ließ 2006 ein Schild anbringen, das der verkehrshistorischen Bedeutung Rechnung trägt und die Brücke als „Deutschlands älteste – seit 1839 genutzte – Eisenbahnsteinbogenbrücke“ ausweist.

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