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Kolumne: Wussten Sie schon?

Von . . . wie die Stadt Frankfurt für drei Jahre zum Großherzogtum wurde und was der Mainzer Erzbischof damit zu tun hatte?

Die napoleonische Zeit und die Auflösung des Alten Reiches hatten für die Reichsstadt einschneidende Folgen. Die Gründung des Rheinbundes von 1806, zu dem sich 16 deutsche Fürsten zusammenschlossen, brachte Hessen eine neue territoriale Aufteilung und bedeutete für reichsunmittelbare Städte wie Frankfurt den Verlust ihrer Selbstständigkeit.

An der Spitze der Fürsten stand, mit dem Titel Fürstprimas, Karl Theodor von Dalberg, der bis zur Säkularisierung Erzbischof von Mainz gewesen war. Für sein Mitwirken am Zustandekommen des Rheinbundes belohnte ihn Napoleon mit den Territorien der ehemaligen Reichsstadt Frankfurt, von Aschaffenburg, Regensburg und Wetzlar. Als souveräner Fürst residierte Dalberg ab 1807 im Palais Thurn und Taxis, dem Gebäude, das seiner Macht und seinem Stande am ehesten angemessen erschien.

1810 wurde Dalberg zum Großherzog ernannt; sein Herrschaftsbereich mit dem Namen Großherzogtum Frankfurt wurde durch die Grafschaft Hanau und Teile des Bistums Fulda erweitert und bestand bis 1813, als der Fürstprimas angesichts der sich abzeichnenden Niederlage Napoleons die großherzogliche Würde niederlegte und Frankfurt verließ. In den wenigen Jahren hatte er als aufgeklärter Herrscher etliche Reformen in die Wege geleitet, die durch die spätere reichsstädtische Verfassung größtenteils wieder revidiert wurden. Der einstige Großherzog Frankfurts starb 1817 in Regensburg.

(hpdie)
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