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Kolumne: Wussten Sie schon . . .

Von . . . dass am 9. April 1900 das Großherzogtum Hessen die erste Ziehung seiner Landeslotterie abhielt?

Sie wurde als Klassenlotterie betrieben, bei der Zahl und Preis der Lose sowie Zahl und Zeit der Ziehungen (Klassen) vorher festgelegt waren. Ein Klassenlos kostete 33 Mark, für alle fünf Klassen musste man 135 Mark zahlen. Um Bürgern mit kleinerer Brieftasche den Lottoeinstieg zu erleichtern, waren auch Halb-, Fünftel- und Zehntellose erhältlich. Die Lose wurden von sogenannten „Kollektören“ verkauft.

In der Zeit davor hatte die Glücksgöttin Fortuna im Großherzogtum in Sachen Lotterie nichts zu tun gehabt, da es keine Lotterie gab. Anhänger des Glücksspiels gingen in den benachbarten Fürstentümern ihrer Leidenschaft nach oder im preußisch verwalteten Frankfurt.

Die Initiatoren des Lotterieprojekts waren zunächst an der Ersten Kammer des Darmstädter Landtags gescheitert, während die Zweite Kammer 1895 die Konzessionierung einer Lotteriegesellschaft abgesegnet hatte. 1899 hatten sich dann beide Kammern von der Aussicht auf zusätzliche Haushaltseinnahmen überzeugen lassen und der Gründung einer großherzoglichen Lotterie zugestimmt.

Im Großherzogtum hielt das Lotteriespiel vergleichsweise spät Einzug. Um 1900 gab es sieben staatliche Lotterien in Deutschland, deren älteste – die Hamburger „Lotterey“ – ihre erste Ziehung 1614 hatte. Die Genehmigung für die erste Frankfurter Lotterie erhielt 1705 das Armen-, Waisen- und Arbeitshaus.

Auch Goethe wurde vom Spielfieber angesteckt und erhoffte sich 1797 bei der Hamburger Lotterie den großen Gewinn. Doch seine Losnummer 7666 war eine Niete.

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