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Wussten Sie schon?

. . . was das US Information Center war? So lautete die offizielle Bezeichnung für die Stellen, die die amerikanische Siegermacht nach dem Zweiten Weltkrieg in etlichen Städten ihrer Besatzungszone einrichtete, um die Bevölkerung über die Kultur der USA zu informieren und zur demokratischen Erziehung beizutragen.

Die deutschlandweit erste derartige Einrichtung wurde im November 1946 in Frankfurt eröffnet. Der amerikanische Leseraum nahe der Börse bot seinen Besuchern ein paar hundert Bücher und einige Zeitschriften und wurde rasch angenommen. Der Andrang war so groß, dass man bald in größere Räumlichkeiten umziehen musste. Nicht nur die übersetzten Werke amerikanischer Autoren, sondern auch die Bücher von deutschen Exilschriftstellern wie Thomas Mann fanden ihr Lesepublikum. Dass die Bibliothek gerade in den kalten Nachkriegswintern rappelvoll war, mag wohl auch daran gelegen haben, dass der Raum „so tadellos geheizt“ war.

Im Mai 1946 gesellte sich zu dem vielfältigen literarischen Angebot ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen, Film- und Musikabenden. In dieser Zeit bürgerte sich auch die Bezeichnung Amerika-Haus ein. 2,6 Millionen Besucher zählte das Frankfurter Amerika-Haus innerhalb der ersten zehn Jahre.

Die zahlreichen Amerika-Häuser, die in vielen Städten entstanden waren, reduzierte man 1951 auf 15. In Hessen blieben die Institutionen in Frankfurt und Kassel bestehen. Büchereien gab es weiterhin unter anderem in Wiesbaden, Rüsselsheim, Darmstadt, Fulda, Bad Hersfeld, Gießen, Eschwege und Fritzlar.

1951 war es auch, als das Frankfurter Amerika-Haus einen eigens von der Stadt errichteten Bau bezog, wo es für mehr als sechs Jahrzehnte im Dienste der deutsch-amerikanischen Beziehungen stand – bis zur Schließung im Jahre 2006.

(hpdie)
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