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Kolumne: Wussten Sie schon?

Von . . . was Fürst von Metternich, den berühmten Diplomaten in österreichischen Diensten, mit dem Rheingau verbindet?

Geschichtsinteressierten fällt bei Metternich der Wiener Kongress ein. Besucher des Rheingau-Musik-Festivals kennen den Fürst-von-Metternich-Saal im Schloss Johannisberg. Sektliebhaber denken an das Porträt des berühmten Staatskanzlers auf der Flasche des Riesling-Sektes, der auch seinen Namen trägt.

Die Wurzeln der Sektmarke sind mit der wechselvollen Geschichte von Schloss Johannisberg verknüpft. Bis zur Säkularisation ließen bereits die Fuldaer Fürstbischöfe die Rieslingtrauben auf den Weinhängen in großem Stil kultivieren. Napoleon verschenkte 1803 die Domäne an General Kellermann als Dank für seine militärischen Leistungen. Nach der Niederlage des Korsen kam Johannisberg zehn Jahre später unter österreichisch-preußisch-russische Kollektivverwaltung.

Im Zuge der territorialen Regelungen beim Wiener Kongress 1814–15 ging das Weingut an den österreichischen Kaiser. Da anzunehmen war, dass Johannisberg nicht von Wien aus verwaltet werden würde, hofften einige Staatsmänner, neuer Besitzer dieses Kleinods im Rheingau zu werden. Klemens Wenzel Fürst von Metternich (1773–1859) machte das Rennen.

Franz I. übereignete ihm Johannisberg als Anerkennung für seine geschickten Verhandlungen und erfolgreiche Organisation des Wiener Kongresses.

Ganz umsonst war Schloss Johannisberg allerdings nicht zu haben, sondern es war mit der Auflage verbunden, alljährlich den „Zehnten des Weinertrags in natura“ an das Haus Habsburg abzuliefern. Alle Versuche, nach Ende der Donaumonarchie den Zehntanspruch aufzuheben, blieben erfolglos; er gilt bis heute.

(hpdie)
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