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Wussten Sie schon?

. . . dass 1981 in Osthessen der Bau des längsten Eisenbahntunnels in Deutschland begann?

Wer heute im ICE auf der tunnelreichen Strecke zwischen Hannover und Würzburg fährt, passiert südlich von Fulda eine fast elf Kilometer lange Tunnelstrecke. Man unterquert den Landrücken, der den Vogelsberg und die Rhön in west-östlicher Richtung verbindet.

Begonnen wurde Ende September 1981 mit einem sogenannten Fensterstollen, einem seitlichen Zugang zum mittleren Bereich des geplanten Eisenbahntunnels.

Am 18. Dezember 1982 meldeten die Kinzigtal-Nachrichten für den nördlichen Abschnitt bei Fulda: „Längster Bahntunnel der Bundesrepublik wurde gestern bei Kalbach ’angestochen’.“

Mit „Tunnelanstich“ bezeichnet man den offiziellen Beginn der Bauarbeiten, bei dem die Tunnelpatin mit einer symbolischen Sprengung den Startschuss gibt. Diese Aufgabe übernahm Christa Gohlke, die Ehefrau des damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, in Anwesenheit des Bundesverkehrsministers Werner Dollinger und des hessischen Verkehrsministers Heribert Reitz.

Die Mineure arbeiteten sich von beiden Seiten durch den Berg. Der Durchbruch unter der Wasserscheide zwischen Main und Weser wurde im Januar 1986 mit Glühwein und Blasmusik gefeiert. Im Mai 1988 passierten die ersten ICE-Züge die fertiggestellte Tunnelstrecke.

Schlagzeilen machte der Landrückentunnel im Jahre 2008, als ein ICE kurz nach der nördlichen Einfahrt mit Tempo 220 in eine Schafherde raste und entgleiste. Zahlreiche Fahrgäste erlitten leichte bis schwere Verletzungen, etwa 20 Tiere wurden getötet. Bereits im Oktober 2000 war ein ICE mit 400 Fahrgästen wegen eines Triebkopfschadens drei Stunden lang im Landrückentunnel stecken geblieben.

(hpdie)
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