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Kolumne: Wussten Sie schon?

Von . . .dass man eineinhalb Jahre nach der Mondlandung ein echtes Requisit des Apollo-Programms in Hessen bestaunen konnte?

Am 24. und 25. November 1970 drängten sich die Menschen auf dem Hanauer Marktplatz um ein metallenes, birnenförmiges Objekt, das zusammen mit der schirmartigen Abdeckung aus der Ferne an einen Riesenpilz erinnerte.

Die Begeisterung der Zuschauer galt „Charlie Brown“; so war der Spitzname der Kommandokapsel von Apollo 10, die die Nasa 1969 auf Mondmission geschickt hatte. Thomas Stafford, John Young und Eugene Cernan hatten im Mai 1969 mehr als 30 Mal den Mond umrundet und mit „Snoopy“, der Landefähre, alle erforderlichen Manöver für die geplante Mondlandung im Juli desselben Jahres geübt.

Die ungewöhnliche Schau in Hanaus Mitte musste angesichts der Brüder Grimm, die auf ihrem Denkmalsockel in unmittelbarer Nachbarschaft stumme Zeugen des Spektakels waren, etwas befremdlich wirken. Und doch: War nicht die Kraft der Fantasie die verbindende Klammer? Wilhelm und Jacob Grimm hatten in ihrer Sammlung der Kinder- und Hausmärchen, von denen eines „Der Mond“ heißt, Fantastisches zusammengetragen, während die Weltraumpioniere ihre fantastischen Ideen technisch verwirklichten.

Beim Blick durch das Fenster ins Innere der Kapsel, das mit Instrumenten und Apparaturen vollgestopft war und wo drei lebensgroße Puppen die Rolle der Astronauten übernahmen, konnte man gut die beengten Verhältnisse nachempfinden. Rostgelbe Flecken gaben eine Vorstellung von der Hitze, die beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auf die Außenhaut einwirkte. Hanau war übrigens der einzige Ausstellungsort in Hessen, in dem die Apollo-10-Kapsel auf ihrer Städtetour durch die Bundesrepublik Station machte.

(hpdie)
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