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Hessen-Kolumne: Wussten Sie schon?

Von . . . dass der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" seinen Ursprung in Hessen hat?

Manchem kommen bei dem Slogan die seltsamen Verschönerungsversuche mittels massiger Pflanzkübel in rustikaler Holzbauweise oder eine mit Begonien bepflanzte Balkonkasten-Armada in den Sinn. Die Aktion wurde bisweilen spöttisch kommentiert, wie beispielsweise in einem Cartoon, bei dem die Bewertungsgruppe eine spärlich bepflanzte Schubkarre inmitten einer langweilen Rasenfläche zu beurteilen hat.

Der Ursprung des Dorfverschönerungsprogramms hatte jedoch einen durchaus ernsten Hintergrund. Der Gedanke, dass die Dörfer ihr Erscheinungsbild verbessern sollten, stammte aus dem Jahr 1958 von dem damaligen Landwirtschaftsminister Gustav Hacker. Den Anstoß zu seinen Überlegungen sollen einige „Schmutzwinkel in hessischen Dörfern“ gegeben haben, die dem hessischen Minister bei seinen Dienstfahrten auf dem Land aufgefallen waren.

Ein Ideenwettstreit auf freiwilliger Basis schien Hacker das geeignete Mittel, um etwas gegen diese unschönen Stellen zu unternehmen. Aufgerufen waren 2500 Landgemeinden mit bis zu 3000 Einwohnern. 1959, im ersten Jahr, nahmen 144 Orte teil, von denen Altenburschla im Kreis Eschwege den Sieg errang. Auf Bundesebene zog man 1961 nach mit einem alle zwei Jahr ausgeschriebenen Wettbewerb, der sich ebenfalls erfolgreich entwickelte.

Seit 1993 heißt der Wettbewerb „Unser Dorf“, seit 1997 mit dem Zusatz „Unser Dorf hat Zukunft“. Dass es nicht um den schönsten Blumenschmuck ging, sondern ums Gemeinwesen mit dem Ziel, „das bürgerliche Engagement zu stärken und die Menschen an ihr Dorf zu binden“, wurde noch mal zum Auftakt des Landeswettbewerbs im Oktober 2004 betont. Der Appell an den Gemeinschaftsgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl entspricht ganz den Intentionen des Ideengebers Gustav Hacker.

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