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Wussten Sie schon?

… warum die 1970 im ruhigen Aukammtal am Rande Wiesbadens eröffnete Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD) bundesweit Modellcharakter hatte? Die „deutsche Mayo-Klinik“, wie sie häufig genannt wurde, ging auf die Initiative des Frankfurter Internisten Dr. Leo Krutoff zurück, der in Wiesbaden nach dem Vorbild der berühmten amerikanischen „Mayo Clinic“ ein Diagnosezentrum aufbauen wollte. Das 1889 von William Mayo und seinen beiden Söhnen in Rochester, Minnesota, gegründete Krankenhaus war Zentrum für eine auf modernsten Erkenntnissen und technischen Möglichkeiten basierende Diagnostik.

Auch das deutsche Pendant setzte auf die Teamarbeit von Fachärzten aller Disziplinen anstatt auf das gewohnte Chefarzt-Prinzip. Vor allem Patienten mit einem unklaren Krankheitsbild sollten alle unter einem Dach vereinten diagnostischen Möglichkeiten medizinischer Hilfe erhalten. Für die Finanzierung der privatwirtschaftlich geführten Klinik setzte man auf den „Zuspruch von finanzstarken Patienten“.

Die Landesärztekammer befürchtete deshalb, dass Sozialversicherte von den ärztlichen Leistungen in der „Feine-Leute-Klinik“ ausgeschlossen blieben. Als die Klinik am 2. April 1970 unter dem Beisein von Ministerpräsident Osswald ihre Arbeit aufnahm, hatte man einen Kompromiss gefunden: Das Land hatte eine Ausfallbürgschaft übernommen, während im Gegenzug eine 30-prozentige Aufnahmequote für Sozialversicherte vereinbart war. Im Juni 1970 nahm die erste Kassenpatientin die Dienste der Spezialklinik in Anspruch.

1973 wurde die Klinik allerdings selbst zum Patienten, als der DKD der finanzielle Kollaps drohte. Eine Auffanggesellschaft mit Landesbeteiligung rettete die Klinik vor dem Konkurs. Heute gehört die DKD zur Gruppe der Helios-Kliniken, versteht sich als „spezialisierter medizinischer Dienstleister“ mit mehr als 60 Spezialisten, einem Dialysezentrum und einem der größten Knochenmarkstransplantationszentren Deutschlands.

(hpdie)
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