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Wussten Sie schon?

. . . dass die Vorläufer von beliebten Tierparks im Rhein-Main-Gebiet auf die Jagdleidenschaft der Landesherren zurückgehen? Erkennbar ist der historische Bezug meist am Namensbestandteil „Fasanerie“. Im 17. Jahrhundert ließ der Adel Wald- und Wiesenflächen als weitläufige Gehege für Fasane, aber auch andere schöne Vögel wie Pfaue anlegen.

Ein klassisches Beispiel ist der Wildpark Alte Fasanerie in Klein-Auheim bei Hanau, der auf eine Fasanerie des Erzbischofs von Mainz Anfang des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Die Großherzöge von Hessen-Darmstadt nutzten das Areal 100 Jahre später als Jagdrevier. 1967 wurde das Gelände – nunmehr in Landesbesitz – Heimat von rund 400 überwiegend heimischen Tieren, Fasane eingeschlossen.

Im Park der Fasanerie Groß-Gerau, deren Anfänge in die 1720er Jahre zurückreichen, ist ein Tiergarten eingebettet. Bemerkenswert ist die für eine Fasanerie typische Bruchsteinmauer, die die Jahrhunderte überdauerte und seit 2009 unter Denkmalschutz steht.

Die Art, Fasane nicht mehr in Volieren zu halten, sondern in ummauerten, sogenannten wilden Fasanerien, hatte man sich vom französischen Adel abgeschaut. Auch zum Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt gehörte ehemals eine umfriedete Fasanerie, an die noch die Mauer und das Wegenetz erinnern.

Der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie in Wiesbaden geht auf eine Einrichtung des Fürstenhauses von Nassau-Usingen für die Fasanenzucht zurück. Der 25 Hektar große Park ist heute ein beliebtes Naherholungsziel.

(hpdie)
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