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Interview: 10 Fragen an den Organisator der ersten Alien-Konferenz in Frankfurt

Martin Schädler aus Frankfurt organisiert einen Alien-Kongress. Teilnehmer der Veranstaltung werden im August über UFO-Entführungen, Prä-Astronautik, Alien-Verschwörungen und das Wesen des Bewusstseins diskutieren. Wir hatten im Vorfeld ein paar Fragen.
Foto: dpa Foto: Jens Buettner (dpa) Foto: dpa
Frankfurt. 

Martin Schädler aus Frankfurt betreibt den Blog alien.de - eine Seite, die sich ausführlich mit den sogenannten Grenzwissenschaften beschäftigt. Im August lädt der 48-Jährige erstmals zu einer alien.de-Konferenz in Frankfurt ein. Dazu hatten wir ein paar Fragen.

Herr Schädler, Sie bieten den Teilnehmern Ihrer Konferenz an, sich am Vorabend der Veranstaltung hypnotisieren zu lassen.
Schädler: Genau.

Wieso?
Schädler: Sie müssen wissen, Hypnose, Aliens, UFOs - das passt schon alles zusammen.

Wie?
Schädler: Leute, die glauben, Kontakt zu Außerirdischen gehabt zu haben, haben oft nur vage Erinnerungen - wenn überhaupt. Hypnose kann diesen Menschen helfen, diese Dinge wieder hervorzuholen. Die Leute entspannen sich während der Hypnose, dabei können verschüttete Erinnerungen präsent werden. Zu meiner Konferenz kommen sowohl Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben, als auch Hypnotiseure. Da lag es nahe, das zu verbinden.

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Außerirdischen gemacht?
Schädler: Nein, leider nicht.

Vier in Formation fliegende "Objekte" über der Stadt Salem im US-Bundesstaat Massachusetts wurden von einem Kameramann der amerikanischen Küstenwache am 16. Juli 1952 um 9 Uhr 35 vormittags beobachtet. Das Bildmaterial wurde der amerikanischen Abwehr zur Überprüfung übermittelt, bevor es zur Veröffentlichung freigegeben wurde (undatiertes Archivfoto/dpa).
Ufo-Forscher "Es gibt Phänomene, die wir nicht erklären können"

Bis zu 300 Meldungen von Ufo-Sichtungen über Deutschland erreichen Marius Kettmann jedes Jahr. Im Interview erklärt der Ufo-Forscher, wie er solche Bericht untersucht, warum Ufo-Forschung keine Esoterik ist - und verrät, was er Menschen sagt, die von Außerirdischen entführt worden sind.

clearing

Das Themenspektrum Ihrer Konferenz ist breit: Es gibt Vorträge zu UFO-Entführungen, zu Verschwörungstheorien, zur Natur des Bewusstseins. Wen wollen Sie damit ansprechen?
Schädler: Grundsätzlich alle, die es für möglich halten, dass Außerirdische schon mal auf der Erde waren - oder immer noch sind. Es ist doch sehr unwahrscheinlich, dass wir der einzige belebte Planet im Universum sind. Ich finde es einfach plausibel, dass es irgendwo noch Leben gibt. Und ich glaube, es ist auch wahrscheinlich, dass diese Wesen uns bereits entdeckt haben. Ich möchte Leute ansprechen, die mit diesen Ideen etwas anfangen können.

Was wollen Sie mit der Konferenz erreichen?
Schädler: Die Leute sollen sich vernetzen können. Wissen und Erfahrungen austauschen. Vielen ist es im Alltag nicht möglich, über ihre Ideen und Erfahrungen zu sprechen - man wird schnell verspottet oder einfach nicht ernst genommen. Ich möchte ein Forum bieten, in dem man mit Gleichgesinnten über Außerirdische sprechen kann.

Sind Sie denn sicher, dass es Aliens gibt?
Schädler: Sicher - nein, natürlich nicht. Aber ich halte es für sehr wahrscheinlich. Auf meiner Konferenz soll das auch nicht diskutiert werden - wir setzen die Existenz außerirdischen Lebens voraus und fragen weiter. Wir wollen wissen: Was bedeutet es für uns, dass es Aliens gibt?

Mit Ihrer Website alien.de sind Sie gut in der deutschen Szene vernetzt. Wer sind diese Leute, die sich hierzulande mit Aliens beschäftigen?
Schädler: "Die" Szene gibt es nicht. Ich würde eher von fünf Szenen sprechen. Einmal die klassische UFO-Forschung, also  die Untersuchung ungeklärter Sichtungen von Flugobjekten . Das fasziniert viele Menschen, die Szene ist recht groß. Dann die Prä-Astronatik - das sind, die Leute die sich mit Alien- und UFO-Kontakten in der Vorgeschichte, in Antike und Mittelalter beschäftigen. Außerdem gibt's die Abduktionsforschung, also die Untersuchung vermeintlicher Entführungen. Und die Spirituellen. Das sind Leute, die versuchen, durch Meditation und Hypnose Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen. Und zuletzt gibt es die Leute, die sich mit Verschwörungen beschäftigen ...

... dass wir uns recht verstehen: Alien-Verschwörungen?
Schädler: Ja, genau. Die Idee ist: Viele Menschen haben mittlerweile über Begegnungen mit Außerirdischen berichtet. Aber trotzdem kommt das Thema in den Medien kaum vor, und die Regierungen ignorieren es komplett. Warum ist das so? Das fragen sich eben diese Leute.

Puh. Das ist viel.
Schädler: Es sind Erlebnisberichte. Und ja, vieles ist sehr kontrovers. Aber das macht es doch gerade spannend!

Wie reagieren die Leute, wenn Sie erfahren, womit Sie sich so beschäftigen?
Schädler: Sie grinsen. Aber ich grinse auch - das Ganze ist ja abstrus. Keine Frage. Man darf das alles nicht zu ernst nehmen. Dann, finde ich, ist das schon ganz interessant.

Das Gespräch führte Christophe Braun

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