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Analyse: 10 Gründe, warum Peter Feldmann die OB-Wahl in Frankfurt gewonnen hat

Peter Feldmann hat die OB-Wahl in Frankfurt gewonnen. Wir erklären, warum der SPD-Politiker und Amtsinhaber in der Wählergunst so deutlich vor seiner CDU-Herausforderin Bernadette Weyland liegt.
Foto: Holger Menzel (Holger Menzel)
Frankfurt. 

1. Peter Feldmann hat vom Amtsbonus profitiert

Peter Feldmann ist seit sechs Jahren im Amt. Seine Bilanz ist solide. Den Amtsbonus hat der Wahlkämpfer Feldmann bei der Oberbürgermeisterwahl bestmöglich ausgenutzt. So hat er seine Auftritte als Oberbürgermeister immer auch unter Wahlkampf-Gesichtspunkten ausgewählt.

Kommentar Die Frankfurter CDU hat keine Strategie gegen Peter Feldmann

Die Niederlage der CDU bei der OB-Wahl ist verheerend. Unions-Kandidatin Bernadette Weyland ist aber nicht alleine schuld: Ihre Partei hat ganz einfach keine Strategie gegen SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann. Das rächt sich.

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2. Bernadette Weyland war eine schwache Kandidatin

CDU-Kandidatin Bernadette Weyland hat sich nie richtig profilieren können. Weyland war in der Stadt kaum bekannt, wirkte bei öffentlichen Auftritten angespannt und rhetorisch ungeschickt. Zusätzlich hatte sie immer wieder mit den Pannen ihres Wahlkampf-Teams zu kämpfen.

3. Die Wirtschaft brummt

Frankfurt geht es gut – das kommt dem Amtsinhaber zugute. Angesichts einer brummenden Wirtschaft war von der „Wechselstimmung“, die CDU-Kandidatin Bernadette Weyland ausgemacht haben wollte, wenig zu spüren.

4. Die CDU hat im Wahlkampf viele Fehler gemacht

Die CDU hat einen schwachen Wahlkampf mit einer schwachen Kandidatin abgeliefert. Öffentlichkeitswirksam waren vor allem die Patzer: die Posse um Weylands Ruhestandsregelung, der ungeschickte Wahlkampf im Netz. Der zum Teil aggressive Anti-Feldmann-Wahlkampf kam beim Wähler nicht gut an. Jüngstes Beispiel: Die misslungene Plakat-Kampagne der Jungen Union zur Stichwahl.

Wer die Wahlplakate der Jungen Union (im Vordergrund) nicht auf Anhieb versteht, sollte die Slogans laut lesen. Dann fällt der Groschen. Foto: Holger Menzel
OB-Wahl Junge Union erntet Spott für Anti-Feldmann-Plakate

Mit originellen Plakaten will die Junge Union (JU) die CDU-Kandidatin Bernadette Weyland bei der Oberbürgermeister-Stichwahl am 11. März unterstützen. Doch die Motive, die auf dem Wortspiel „Feldmann – fällt man“ basieren, stoßen im Internet auf Unverständnis und Spott.

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5. Peter Feldmann hat auf die richtigen Themen gesetzt

Amtsinhaber Peter Feldmann hat die Themen Mieten, Wohnungsmangel und ÖPNV-Fahrpreise ins Zentrum seines Wahlkampfs gestellt. Diese Themen sind bei den Wählern offenbar angekommen - im Gegensatz zu den Themen der CDU-Kandidatin, die wenig Beachtung fanden.

6. Die Frankfurter Wähler haben mehrheitlich für eine linke Politik gestimmt

Eine deutliche Mehrheit der Wähler hat im ersten Wahlgang für eine linke Partei gestimmt. Rund 64 Prozent machten ihr Kreuz bei den Kandidaten von SPD, Grünen und Linken. Weil die CDU diesen Wählern auch nach dem ersten Wahlgang keine inhaltlichen Angebote machte, durfte Peter Feldmann sich ihrer Stimmen in der Stichwahl gewiss sein.

Karte zur OB-Wahl So hat Frankfurt in der Oberbürgermeister-Wahl abgestimmt

Die Sache ist ziemlich eindeutig: Peter Feldmann hat in sämtlichen Frankfurter Wahlbezirken die Nase vorn. Trotzdem gibt es ein paar interessante Unterschiede.

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7. Die Frankfurter verbinden Peter Feldmann nicht mit der Bundes-SPD

Die Sozialdemokraten sind bundesweit in Umfragen unter 20 Prozent gesunken – der schlechteste Wert, auf den die Partei seit Ende des Krieges gefallen ist. Auf die Frankfurter OB-Wahl hatte das keine Auswirkungen: Offenbar assoziieren die Wähler Peter Feldmann nicht mit seiner Partei, zumindest nicht mit deren Performance auf Bundesebene.

8. Peter Feldmann hat Klinken geputzt

Der Oberbürgermeister hat im Wahlkampf zahlreiche Hausbesuche absolviert. Diese Auftritte im kleinen Rahmen liegen dem charismatischen Sozialdemokraten - und lassen ihn deutlich bürgernäher wirken als seine Herausforderin.

9. Die SPD stand geschlossen hinter ihrem Kandidaten

Die Frankfurter SPD stand von geschlossen hinter Peter Feldmann. Es gab keine öffentlichen Unstimmigkeiten. Die CDU hingegen wurde mit ihrer Kandidatin nie so richtig warm, hinter vorgehaltener Hand wurde auch Kritik geäußert.

10. Der CDU-Wahlkampf war nicht gut finanziert

Die SPD war kampagnenfähig. Ihr Wahlkampf war von Anfang an solide finanziert. Die CDU dagegen hatte kaum ein Budget. Weyland musste fast alle Wahlkampf-Aktionen aus Spenden finanzieren.

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