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Citybeach auf dem Parkhaus Konstablerwache: 110 Tonnen Sand auf dem Dach

Von Sechs Jahre nachdem der Citybeach mitten in der Stadt geschlossen hat, haben die ehemaligen Betreiber die Sommer-Oase wiedereröffnet.
Stoßen auf die Neueröffnung des Citybeach auf dem Parkhaus Konstablerwache an (v. l.): Pablo und Wlassios Kordonias und Jalalle Chahboune. Sie hatten die Strandbar schon einmal in den Jahren 2007 und 2008 betrieben. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (.) Stoßen auf die Neueröffnung des Citybeach auf dem Parkhaus Konstablerwache an (v. l.): Pablo und Wlassios Kordonias und Jalalle Chahboune. Sie hatten die Strandbar schon einmal in den Jahren 2007 und 2008 betrieben.
Innenstadt. 

Über den Dächern der Stadt, auf dem Parkhaus Konstablerwache, kennen sich Jalalle Chahboune (37) und die Brüder Pablo (39) und Wlassios Kordonias (43) bestens aus. 2007 und 2008 haben sie den Citybeach dort schon einmal betrieben, jetzt beleben sie die Bar mit Strandatmosphäre, die nach der Saison 2010 geschlossen hatte, wieder. Viele Stunden haben sie zuletzt auf dem Parkhausdach verbracht, um den Citybeach aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Obwohl das Wetter noch überhaupt nicht zum Wohlfühlen passen will, stoßen die drei gleichberechtigten Partner schon mal auf die für morgen geplante Eröffnung an.

Insel der Entspannung

Als „Insel der Entspannung auf 2000 Quadratmeter und als Naherholungsgebiet im Herzen Frankfurts“ preisen die Geschäftspartner ihren Citybeach an. Am Konzept haben sie grundsätzlich nicht viel geändert, es wird eher wiederbelebt. Der Aufwand hierfür war jedoch enorm: 110 Tonnen Sand wurden per Kran auf das Parkhausdach gehievt und verteilt – unter anderem wurde damit auch ein Beach-Volleyball-Feld für die sportlichen Besucher angelegt. 3500 Holzdielen mussten neu verlegt werden, 54 Palmen und Olivenbäume wurden aufgestellt. Und die beiden Pools – der mit knapp 40 Zentimeter Tiefe größere fasst rund 30 000 Liter Wasser – wurden komplett neu aufgebaut. Hier können sich Besucher abkühlen, indem sie die Füße ins Wasser hängen oder gleich ganz hineinspringen. Dazu muss aber natürlich erst einmal das liebe Wetter mitspielen.

Zur ursprünglich geplanten Eröffnung am 1. Juni war das leider noch nicht der Fall, es regnete. Natürlich hofft das Unternehmertrio in den kommenden Monaten auf Sonne satt. Denn das finanzielle Risiko ist laut Pablo Kordonias hoch. Die CKK Projekt GmbH, deren Gesellschafter Chahboune, Pablo und Wlassios Kordonias sind, haben sich langfristig gebunden. Mit der Frankfurter Aufbau AG (FAAG) – der Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding gehört das Parkhaus in der Töngesgasse 8 – wurde ein Kontrakt mit einer Laufzeit von sechs Jahren unterzeichnet. „Wir haben aber die Option auf zwei Mal drei Jahre Verlängerung“, sagt Pablo Kordonias.

Für ihn und seine Geschäftspartner ist die Wiederbelebung des Citybeach eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. 2007 und 2008 hatten sie die Freiluftbar auf dem Parkhaus Konstablerwache schon einmal betrieben. 2006 hatten sie noch auf dem Parkhaus Börse für Wohlfühlathmosphäre gesorgt, ehe dort die Long Island Summer Lounge etabliert wurde. Nachdem beim Citybeach zuletzt dann aber 13 Gesellschafter die Finger im Spiel hatten und es zu internen Unstimmigkeiten kam, zogen Chahboune, Pablo und Wlassios Kordonias die Reißleine. „Das waren zu viele Köche“, begründet Pablo Kordonias die damalige Entscheidung zum Ausstieg. Danach hieß der Strand unter Betreiber Bumb Junior „Deck 8“ und im Jahr darauf dann unter der Führung einer Münchner Agentur „Murobeach“. Seit Saisonende 2010 ist der Strand in 21 Metern Höhe geschlossen.

50 Öffnungstage geplant

Die alten und neuen Betreiber sind aber überzeugt, dass ihr Konzept aufgeht. In erster Linie sind sie aber auf den Wettergott angewiesen. Sie kalkulieren in etwa mit den Besucherzahlen wie während der Saison 2008: Damals wurden 120 000 Gäste in fünf Monaten gezählt. Durchschnittlich 2400 Gäste müssten also täglich den Weg in den Citybeach finden. Denn Pablo Kordonias geht von 50 Öffnungstagen aus – bis Ende September wären maximal 150 möglich. Mehr als 500 Gäste dürfen sich allerdings nicht gleichzeitig auf dem Parkhausdach aufhalten. Das ist eine Auflage, weil die Fluchtwege nicht für mehr Gäste ausgelegt sind, erklärt Pablo Kordonias.

Rund 20 Angestellte sorgen sich um das Wohl der Gäste, denen 320 Sitzplätze zur Verfügung stehen – darunter auch viele Strandliegen und gemütliche Sessel in der Lounge. Ein Höhepunkt soll während der Fußball-Europameisterschaft das Public Viewing sein. Alle Spiele werden auf Leinwänden zu sehen sein. Außerdem sind regelmäßige Unplugged-Konzerte mit Bands aus der Umgebung und eine Comedy-Reihe geplant. 2017 soll dann auch während der Wintersaison geöffnet sein. „Wir wollen eine Eisbahn aufbauen und in einer Hütte Würstchen und Glühwein ausschenken“, sagt Pablo Kordonias

Verhungern müssen Gäste natürlich jetzt schon nicht. Neben Burger ab 6,50 Euro gibt es Rindswurst (3 Euro), die klassische Currywurst (3,50 Euro) oder diverse Salate ab 8,50 Euro. Cocktails wie Aperol Spritz gibt es ab 7,50 Euro. Pils (3,50 Euro) und Apfelwein (3 Euro) werden ebenso ausgeschenkt wie Mineralwasser (2,50 Euro).

Geöffnet hat der Citybeach auf dem Parkhaus Konstablerwache, Töngesgasse 8 täglich von 11 bis 23 Uhr. Von montags bis freitags bis 17 Uhr sowie sonntags ist der Eintritt kostenlos, ansonsten sind 4 Euro zu bezahlen. Zu erreichen ist der Strand von der 5. Etage des Parkhauses.

 

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