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Wohnungsnot in Rhein-Main: 2030 fehlen 90.000 Wohnungen in Frankfurt

Die Wohnungsnot bleibt in Frankfurt und Umgebung eines der bestimmenden Themen. Das Immobilienunternehmen Immoconcept hat die Situation in der Mainmetropole neu analysiert. Die Ergebnisse scheinen aber durchaus altbekannt.
(Symbolbild) Foto: Boris Roessler (dpa) (Symbolbild)
Frankfurt. 

Die Zahlen schwanken, die Aussage aber steht: In Frankfurt bleibt der Bedarf an Wohnungen hoch. Das Immobilienunternehmen Immoconcept, das den Frankfurter Wohnungsmarkt regelmäßig analysiert, kommt nun zu diesen Aussagen über den Wohnungsmarkt der Stadt:

In Frankfurt haben im ersten Halbjahr 3250 Häuser, Wohnungen und Grundstücke ihren Besitzer gewechselt. Das seien rund 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz der Immobilienverkäufe sank um 17 Prozent auf etwa 2,25 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Einwohnerzahl und damit der Bedarf an Wohnraum weiter an.

Ursachen für den Rückgang bei den Immobilienverkäufen sind laut Immoconcept fehlende Flächen für die Neubauentwicklung und die mangelnde Verkaufsbereitschaft von Eigentümern. So würden viele Eigentümer die hohen Immobilienpreise zwar gerne für einen Verkauf nutzen, „stehen jedoch vor dem Dilemma, wie sie ihr freigesetztes Kapital gewinnbringend anlegen können“, heißt es in der Studie. Aufgrund der Niedrigzinspolitik „halten viele der eigentlich verkaufswilligen Eigentümer an ihren Beständen fest“.

Problematisch sei dabei auch das Wachstum der Frankfurter Bevölkerung. So sei Ende 2015 schon beinahe die Zahl von 725 000 Einwohnern erreicht worden, das wären fast 17 000 mehr als Ende 2014. Und der Trend hält an: Weitere 15 000 Arbeitnehmer könnten Schätzungen zufolge aufgrund des Brexit im nächsten Jahr von London nach Frankfurt wechseln.

Laut Immoconcept fehlen in Frankfurt aktuell etwa 23 000 Wohnungen. Bis 2030 wird sich die Zahl der fehlenden Wohneinheiten laut Studie auf dann etwa 90 000 summieren. Dem gegenüber stehen 897 erteilte Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2016 und 5196 im gesamten Jahr 2015.

(red)
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