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Gefägnisstrafe für Trickdiebin: 51-Jährige muss wegen Bargeld- und Schmuckdiebstahl bei Senioren

Zusammen mit Komplizen hat eine 51 Jahre alte Frau immer wieder Senioren übers Ohr gehauen. Die Masche war immer die gleiche, der Erfolg der Trickdiebe aber höchst unterschiedlich.
Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/Archiv
Frankfurt. 

Dreieinhalb Jahre Haft für eine Serie von Trickdiebstählen bei Senioren im gesamten Rhein-Main-Gebiet. So lautete die Strafe, die das Landgericht gestern gegen eine 51 Jahre alte Frau verhängt hat. Auf die Straftäterin werden jedoch noch weitere 21 Monate Haft zukommen – eine Bewährungsstrafe wegen ähnlicher Straftaten, die bereits vor einigen Monaten gegen sie ausgesprochen worden war, soll nach Angaben des Gerichts widerrufen werden.

Tasche hochgetragen

Es war immer die gleiche Masche, mit der die Trickdiebinnen – der Mann saß meistens als Fahrer im Auto – bei den teilweise hochbetagten Opfern Erfolg hatten. Sie wurden beim Verlassen von Arztpraxen, Apotheken oder Supermärkten beobachtet und anschließend bei ihrer Ankunft zu Hause gezielt angesprochen. Nachdem sich die hilfsbereite Dame freundlicherweise bereiterklärt hatte, die schwere Einkaufstasche in den dritten Stock vor die Wohnungstüre der betagten Mieterin zu tragen, wurde unter dem Vorwand, einen Zettel und Bleistift oder ein Glas Wasser zu benötigen, der Einlass in die Wohnung erreicht.

Hier war auch gleich eine zweite Frau zur Stelle, die hinter ihrer Komplizin unbemerkt durch die Haustüre geschlüpft war und nun ein großes Bettlaken ausbreitete. In dem ganzen Tohuwabohu verloren die alten Leute dann zumeist den Überblick. Während die Täterinnen das Weite suchten, fehlten Schmuckkassetten, Geldbörsen oder andere Wertgegenstände.

Allein in einem Fall war es Bernsteinschmuck im Beschaffungswert von rund 15 000 Euro, den eine 86 Jahre alte Frau abschreiben musste – glücklicherweise hatten viele der anderen Opfer für ihre wertvollsten Schmuckstücke einen Banksafe angemietet und kamen daher mit kleineren Verlusten davon.

Geständnis abgelegt

Vor Gericht legte die Frau ein Geständnis ab und nannte auch die Namen mutmaßlicher Komplizen. Dies sicherte ihr in gewissem Maße einen Strafrabatt. Gleichwohl brachten ihr die einschlägigen Vorstrafen, die miserable Zukunftsprognose als Alkoholikerin und ihre schlechten sozialen Bindungen die fühlbare Haftstrafe ein.

(ge)
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