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Stellplatznot in der Innenstadt: 96 neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an der Konsti

Von Wer sein Fahrrad an der Konstablerwache abstellen möchte, steht vor einer Herausforderung. Nicht nur die offiziellen Fahrradbügel sind ständig überfüllt, auch an den unerlaubt genutzten Baumgittern reihen sich die Räder. Erleichterung ist nun in Sicht.
Hier wird sie entstehen: Klaus Oesterling und Bertram Giebeler präsentieren die doppelstöckige Anlage an der Konstablerwache. Foto: Rainer Rüffer Hier wird sie entstehen: Klaus Oesterling und Bertram Giebeler präsentieren die doppelstöckige Anlage an der Konstablerwache.
Frankfurt. 

Eine Ebene reicht längst nicht mehr aus, um der Platznot an der Konstablerwache Herr zu werden. Die neue überdachte Fahrradabstellanlage wird daher doppelstöckig. Das ist auch dringend nötig: „Sie sehen es ja selbst“, sagt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und zeigt über die Straße. Dort quillen die Anschlussbügel über vor Fahrrädern.

Auch am anderen Ende des Platzes sind aus den Metallvorrichtungen, die eigentlich die Bäume auf der Zeil schützen sollen, längst illegale Fahrradständer geworden. An den Geländern hinauf auf das Plateau werden die Pedaleure ebenso kreativ. Das soll nun ein Ende haben: 96 Fahrräder sollen in der neuen doppelstöckigen Anlage Platz finden.

Weltweit erprobt

Das Prinzip, so verspricht Oesterling, sei denkbar einfach: Die untere Ebene besteht aus herkömmlichen Fahrradständern. Um sein Rad in der oberen Ebene parken zu können, muss eine Schiene auf Kopfhöhe herausgezogen und nach unten gelassen werden. Auf dieser wird dann das Fahrrad abgestellt. Dank einer pneumatischen Hebelhilfe sei es ganz leicht und auch für ältere Radler möglich, die Schiene samt Rad wieder nach oben zu schieben, erklärt Oesterling. „Das Prinzip ist längst in anderen Städten erprobt,“ erklärt Bertram Giebeler vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Von ihm kam die Idee, die Freifläche zwischen Plateau und Straße für eine solche Anlage zu nutzen.

Das sind keine Fahrradständer! Die legalen Abstellmöglichkeiten sind jedoch alle längst ausgeschöpft. Bild-Zoom Foto: Rainer Rüffer
Das sind keine Fahrradständer! Die legalen Abstellmöglichkeiten sind jedoch alle längst ausgeschöpft.

Die Konstruktion kostet 49 000 Euro. Bereits heute sollen die Arbeiten dazu beginnen, Mitte August sollen die 96 Stellplätze fertig sein. „Ich hatte mir mehr vorgestellt,“ berichtet Oesterling, doch unterirdische Leitungen und diverse Schachtdeckel im Boden verhinderten eine größere Bebauung. Auch an anderen Stellen in Frankfurt sollen in Zukunft vergleichbare Anlage errichtet werden. „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Flächen“, betont Oesterling.

Platz für 15 000 Räder

Insgesamt 7600 Fahrradbügel hat die Stadt inzwischen in Frankfurt platziert. Hinzu kommen weitere der Verkehrsgesellschaft Frankfurt. Die größte Abstellfläche ist dabei das Fahrradparkhaus an der Südseite des Hauptbahnhofs. Hier haben 420 Fahrräder Platz. Mit seinen 96 Plätzen wird die künftige Anlage auf der Konstablerwache somit die zweitgrößte in der Stadt sein.

Für mehr als 15 000 Fahrräder ist also Platz in der Stadt. Bisher sind diese Bügel, an denen je zwei Räder Platz finden, jedoch dezentral verteilt. Elf Standorte gibt es bereits. Doch vor allem an den S- und U-Bahn-Stationen sowie im Umfeld der Zeil ist die Situation prekär. In Zukunft, so verspricht Oesterling, werde daher vor allem an diesen zentralen Punkten für die nötigen Stellplätze gesorgt. So sollen nicht nur weitere doppelstöckige Anlagen folgen, auch abschließbare Boxen sind geplant. Dabei wird auch in Erwägung gezogen, bestehende überdachte Anlagen in doppelstöckige Anlagen umzurüsten.

Eine aktuelle Untersuchung ergab, dass der Fahrradverkehr in der Innenstadt in der letzten Zeit erheblich zugenommen habe: „Der Druck ist groß“, hat Oesterling erkannt. Doch trotz des etwas „robusteren Umfelds“ – wie Oesterling die Konstablerwache beschreibt, ist er optimistisch, dass die Anlage positiven Zuspruch findet.

Einen besonderen Grund, dort sein Fahrrad abzustellen, gibt es dabei nicht. So darf die Anlage sowohl als Park-and-Ride-Parkplatz als auch für Kurzparker genutzt werden.

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